DXA-Messung: Knochendichte & Osteoporose erklärt
Die DXA-Messung ist ein bildgebendes Verfahren zur Bestimmung der Knochendichte. Sie wird zur Früherkennung von Osteoporose eingesetzt und liefert präzise Ergebnisse bei geringer Strahlenbelastung.
Wissenswertes über "DXA-Messung"
Die DXA-Messung ist ein bildgebendes Verfahren zur Bestimmung der Knochendichte. Sie wird zur Früherkennung von Osteoporose eingesetzt und liefert präzise Ergebnisse bei geringer Strahlenbelastung.
Was ist die DXA-Messung?
Die DXA-Messung (Dual-Energie-Röntgenabsorptiometrie, auch DEXA genannt) ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das vor allem zur Messung der Knochendichte eingesetzt wird. Das Verfahren nutzt zwei Röntgenstrahlen unterschiedlicher Energiestufen, um die Dichte des Knochengewebes präzise zu bestimmen. Zusätzlich zur Knochendichte kann die DXA-Messung auch die Körperzusammensetzung analysieren, also den Anteil von Muskelmasse, Fettgewebe und Knochen im Körper.
Wie funktioniert die DXA-Messung?
Bei der DXA-Messung liegt die untersuchte Person ruhig auf einer Untersuchungsliege. Ein Scanner fährt langsam über den Körper und sendet dabei zwei Röntgenstrahlen mit unterschiedlichen Energieniveaus aus. Die Strahlen werden je nach Gewebeart unterschiedlich stark absorbiert. Ein Computerprogramm berechnet aus diesen Messwerten die Knochenmineraldichte (KMD) und vergleicht das Ergebnis mit Referenzwerten gesunder junger Erwachsener.
Die Untersuchung ist schmerzlos, nicht-invasiv und dauert in der Regel nur 10 bis 20 Minuten. Die Strahlenbelastung ist sehr gering – sie liegt deutlich unter der einer herkömmlichen Röntgenaufnahme.
Wann wird die DXA-Messung eingesetzt?
- Zur Früherkennung und Diagnose von Osteoporose
- Zur Überwachung des Krankheitsverlaufs bei bekannter Osteoporose
- Zur Beurteilung des Frakturrisikos
- Zur Verlaufskontrolle einer Osteoporose-Therapie
- Bei erhöhtem Risiko durch Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes oder langfristige Kortisontherapie
- Zur Analyse der Körperzusammensetzung in der Sportmedizin und Ernährungsmedizin
Was messen die Ergebnisse?
Das zentrale Ergebnis der DXA-Messung ist der sogenannte T-Score. Er gibt an, wie stark die gemessene Knochendichte vom Durchschnittswert gesunder junger Erwachsener abweicht:
- T-Score ≥ -1,0: Normaler Knochenbefund
- T-Score zwischen -1,0 und -2,5: Osteopenie (verringerte Knochendichte, Vorstufe der Osteoporose)
- T-Score ≤ -2,5: Osteoporose
Zusätzlich wird häufig der Z-Score angegeben, der die Knochendichte mit altersgleichen Personen vergleicht. Dieser Wert ist besonders bei jüngeren Patienten und Kindern relevant.
Welche Körperstellen werden untersucht?
Die DXA-Messung wird häufig an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals (proximaler Femur) durchgeführt, da diese Stellen besonders häufig von osteoporotischen Knochenstüchen betroffen sind. In bestimmten Fällen wird auch der gesamte Körper gescannt, z. B. für eine vollständige Körperzusammensetzungsanalyse.
Vorbereitung und Hinweise
Eine besondere Vorbereitung ist in der Regel nicht notwendig. Patientinnen und Patienten sollten jedoch vor der Untersuchung auf folgende Punkte achten:
- Keine Einnahme von Kalziumpräparaten am Tag der Untersuchung
- Metallgegend stände wie Gürtelschnallen oder Schmuck sollten abgelegt werden
- Bei Schwangerschaft ist die Untersuchung zu vermeiden
Klinische Bedeutung
Die DXA-Messung gilt als Goldstandard in der Diagnostik der Osteoporose. Sie ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Knochenschwund, bevor es zu Knochenstüchen kommt. Eine rechtzeitige Behandlung kann das Frakturrisiko erheblich senken. In der präventiven Medizin und der Sportmedizin gewinnt die DXA-Analyse der Körperzusammensetzung zunehmend an Bedeutung, da sie genaue Informationen über Muskelmasse und Fettverteilung liefert.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Assessment of fracture risk and its application to screening for postmenopausal osteoporosis. WHO Technical Report Series 843, Geneva, 1994.
- Kanis JA et al. on behalf of the Scientific Advisory Board of the European Society for Clinical and Economic Aspects of Osteoporosis (ESCEO): European guidance for the diagnosis and management of osteoporosis in postmenopausal women. Osteoporos Int. 2019;30(1):3–44.
- Blake GM, Fogelman I: The role of DXA bone density scans in the diagnosis and treatment of osteoporosis. Postgrad Med J. 2007;83(982):509–517.
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