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Dysfunktionale Atmung bezeichnet ein verändertes Atemmuster, das nicht dem physiologischen Bedarf entspricht und körperliche sowie psychische Beschwerden verursachen kann.
Dysfunktionale Atmung bezeichnet ein verändertes Atemmuster, das nicht dem physiologischen Bedarf entspricht und körperliche sowie psychische Beschwerden verursachen kann.
Dysfunktionale Atmung beschreibt ein Atemmuster, das von der normalen, gesunden Atemweise abweicht. Betroffene atmen dabei zu schnell, zu flach, zu tief oder in einem unregelmäßigen Rhythmus – ohne dass eine organische Erkrankung wie Asthma oder eine Lungenkrankheit dies vollständig erklärt. Das gestörte Atemmuster kann chronisch auftreten oder episodisch in Stressphasen. Es betrifft Menschen aller Altersgruppen und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Dysfunktionale Atmung hat häufig ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren als Ursache:
Die Beschwerden bei dysfunktionaler Atmung sind vielfältig und können sowohl körperlicher als auch psychischer Natur sein:
Viele dieser Symptome entstehen durch eine Hypokapnie – einen abgesenkten Kohlendioxidgehalt im Blut, der durch übermäßiges Ausatmen (Hyperventilation) ausgelöst wird.
Die Diagnose dysfunktionaler Atmung ist eine Ausschlussdiagnose. Da die Symptome vielen anderen Erkrankungen ähneln, müssen zunächst organische Ursachen ausgeschlossen werden:
Die Behandlung dysfunktionaler Atmung ist multimodal und umfasst verschiedene Ansätze:
Speziell ausgebildete Physiotherapeuten trainieren mit den Betroffenen eine physiologische Atemmechanik. Dabei werden Zwerchfellatmung, Atemfrequenz und Atemtiefe gezielt korrigiert. Techniken wie die Buteyko-Methode oder das Pranayama aus dem Yoga können unterstützend eingesetzt werden.
Da Stress und Angst häufige Auslöser sind, kann eine kognitive Verhaltenstherapie (KVT) oder Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung oder Biofeedback sehr wirksam sein.
Es gibt keine spezifischen Medikamente für dysfunktionale Atmung. Bei begleitenden Angststörungen können Anxiolytika oder Antidepressiva temporär eingesetzt werden. Liegt gleichzeitig Asthma vor, wird dieses leitliniengerecht behandelt.
Mit gezielter Therapie ist dysfunktionale Atmung gut behandelbar. Viele Betroffene erzielen durch konsequentes Atemtraining und Stressreduktion eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verhindert eine Chronifizierung der Beschwerden.
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