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E1412 (Distärkephosphat) ist ein chemisch modifizierter Stärkezusatzstoff, der in Lebensmitteln als Verdickungsmittel und Stabilisator eingesetzt wird.
E1412 (Distärkephosphat) ist ein chemisch modifizierter Stärkezusatzstoff, der in Lebensmitteln als Verdickungsmittel und Stabilisator eingesetzt wird.
E1412, bekannt als Distärkephosphat, ist ein chemisch modifizierter Stärkezusatzstoff, der durch Quervernetzung von Stärkemolekülen mit Phosphatgruppen hergestellt wird. Diese Modifikation verbessert die technologischen Eigenschaften natürlicher Stärke erheblich und macht sie für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie besonders geeignet. Als zugelassener Lebensmittelzusatzstoff in der Europäischen Union trägt er die E-Nummer E1412.
Distärkephosphat wird durch die Reaktion von nativer Stärke (z. B. aus Mais, Kartoffeln, Weizen oder Tapioka) mit Phosphorverbindungen hergestellt. Dabei werden zwei Stärkemoleküle durch eine Phosphatbrücke miteinander verbunden – ein Prozess, der als Quervernetzung bezeichnet wird. Diese chemische Modifikation verleiht dem Endprodukt folgende Eigenschaften:
Erhöhte Hitzebeständigkeit
Verbesserte Stabilität gegenüber Säuren und mechanischen Einwirkungen
Resistenz gegenüber dem sogenannten Retrogradationseffekt (Rückbildung der Stärke beim Abkühlen)
Verbesserte Gefrier-Tau-Stabilität
E1412 wird in einer Vielzahl von Lebensmitteln als Verdickungsmittel, Stabilisator und Geliermittel eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete umfassen:
Suppen, Soßen und Fertiggerichte
Milchprodukte und Desserts (z. B. Puddings, Joghurts)
Backwaren und Konditoreiprodukte
Babynahrung (unter strengen Mengenbeschränkungen)
Salatdressings und Mayonnaisen
Tiefkühlprodukte
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat E1412 als sicher eingestuft. Der Zusatzstoff gilt als technologisch notwendig und ist in der EU gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Da Distärkephosphat im Verdauungstrakt wie normale Stärke abgebaut wird, wird es im Allgemeinen gut vertragen. Für Babynahrung gelten jedoch besondere Mengenbeschränkungen zum Schutz von Säuglingen.
E1412 gilt für die meisten Menschen als gut verträglich. Da es sich um eine modifizierte Stärke handelt, ist es in der Regel glutenfrei, sofern es aus glutenfreien Rohstoffen (z. B. Mais oder Tapioka) hergestellt wird. Bei Verwendung von Weizenstärke als Ausgangsmaterial kann jedoch eine Relevanz für Menschen mit Zöliakie oder Weizenallergie bestehen – in diesem Fall muss dies auf der Produktverpackung angegeben werden. Es gibt keine bekannten spezifischen Nebenwirkungen bei üblichem Verzehr in Lebensmitteln.
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Re-evaluation of modified starches (E 1404, E 1410, E 1412, E 1413, E 1414, E 1420, E 1422, E 1440, E 1442, E 1450, E 1451 and E 1452) as food additives. EFSA Journal, 2017.
Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe.
Bemiller, J. N. & Whistler, R. L. (Hrsg.): Starch: Chemistry and Technology. 3. Auflage, Academic Press, 2009.
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