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E579 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff Glucono-delta-Lacton (GDL), ein natuerlich vorkommender Saeureregulator und Stabilisator, der in Lebensmitteln wie Kaese, Tofu und Backwaren eingesetzt wird.
E579 ist der EU-Lebensmittelzusatzstoff Glucono-delta-Lacton (GDL), ein natuerlich vorkommender Saeureregulator und Stabilisator, der in Lebensmitteln wie Kaese, Tofu und Backwaren eingesetzt wird.
E579 bezeichnet Glucono-delta-Lacton (kurz: GDL), eine cyclische Esterverbindung der Gluconsaeure. Es handelt sich um einen natuerlich vorkommenden Stoff, der u. a. beim Stoffwechsel von Glucose entsteht und auch in Honig, Fruchtsaeften sowie fermentierten Lebensmitteln in geringen Mengen vorkommt. In der Lebensmittelindustrie wird GDL als Saeureregulator, Stabilisator und Treibmittel verwendet.
Glucono-delta-Lacton ist ein weisses, kristallines Pulver mit einem leicht sueasslichen Geschmack, der sich in waessriger Loesung langsam in Gluconsaeure umwandelt. Diese kontrollierte, verzogerte Saeurefreisetzung ist ein zentrales Merkmal von GDL und macht es fuer viele technologische Anwendungen in der Lebensmittelherstellung wertvoll.
GDL ist von der Europaeischen Behoerde fuer Lebensmittelsicherheit (EFSA) als sicher bewertet und in der EU unter der Bezeichnung E580 fuer Gluconosaeure bzw. als Calciumgluconat (E578) und Ferrogluconat zugelassen. E579 bezeichnet dabei spezifisch das Eisengluconat (Ferrogluconat) als Lebensmittelzusatzstoff. Es wird u. a. zur Farbestabilisierung von getrockneten Oliven verwendet. Der Stoff gilt als gut vertraeglich und wird vom menschlichen Koerper ueber den normalen Gluconsaeure-Stoffwechsel abgebaut.
Lebensmittel, die E579 enthalten, muessen diesen Zusatzstoff in der Zutatenliste angeben, entweder unter der E-Nummer oder unter dem chemischen Namen Ferrogluconat. Fuer Personen, die ihre Eisenaufnahme einschraenken muessen (z. B. bei Haemochromatose), kann die regelmaessige Aufnahme von eisenhaltigen Zusatzstoffen relevant sein.
E579 (Ferrogluconat) ist in den in Lebensmitteln verwendeten Mengen fuer die allgemeine Bevoelkerung als unbedenklich eingestuft. In sehr hohen Dosen, wie sie in Nahrungsergaenzungsmitteln vorkommen koennen, sind gastrointestinale Beschwerden wie Uebelkeit, Magenschmerzen oder Verstopfung moeglich, die typisch fuer orale Eisenpraeparate sind. Bei bekannter Eisenverwertungsstoerung oder genetischer Eisenspeicherkrankheit sollte die Aufnahme eisenhaltiger Zusatzstoffe mit einem Arzt besprochen werden.
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