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EHEC MV bezeichnet EHEC-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern. Erfahren Sie mehr über Symptome, Ursachen und Prävention dieser gefährlichen Darminfektion.
EHEC MV bezeichnet EHEC-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern. Erfahren Sie mehr über Symptome, Ursachen und Prävention dieser gefährlichen Darminfektion.
EHEC MV steht für Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern (MV). EHEC ist eine besonders gefährliche Variante des Darmbakteriums Escherichia coli, die durch die Produktion von sogenannten Shiga-Toxinen (auch Verotoxine genannt) schwere Darmerkrankungen verursachen kann. In Mecklenburg-Vorpommern, wie auch in anderen Bundesländern, wird das Auftreten von EHEC-Infektionen durch das Gesundheitsamt und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) überwacht und dokumentiert.
EHEC-Bakterien kommen häufig im Darm von Wiederkäuern, insbesondere Rindern, Schafen und Ziegen, vor, ohne dass diese Tiere selbst erkranken. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt meist durch:
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2 bis 10 Tage nach Kontakt mit dem Erreger. Typische Symptome einer EHEC-Infektion sind:
In schweren Fällen, vor allem bei Kleinkindern, älteren Menschen und immungeschwächten Personen, kann sich ein Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln. HUS ist eine lebensbedrohliche Komplikation, die durch die Zerstörung roter Blutkörperchen, Blutplättchenmangel und akutes Nierenversagen gekennzeichnet ist.
Die Diagnose einer EHEC-Infektion erfolgt überwiegend durch:
In Mecklenburg-Vorpommern besteht gemäß dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Meldepflicht für EHEC-Infektionen und HUS. Betroffene Fälle müssen dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.
Eine spezifische antivirale oder antibiotische Therapie ist bei EHEC-Infektionen in der Regel nicht empfohlen, da Antibiotika die Freisetzung von Shiga-Toxinen fördern und das HUS-Risiko erhöhen können. Die Behandlung ist daher hauptsächlich unterstützend:
Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von EHEC-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern und überall sind:
Das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS) ist zuständig für die Erfassung, Auswertung und Veröffentlichung von Infektionskrankheiten im Bundesland, einschließlich EHEC-Fällen. Bei Ausbruchsgeschehen koordiniert das LAGuS gemeinsam mit den lokalen Gesundheitsämtern Maßnahmen zur Eindammung der Infektion. Informationen zu aktuellen Fallzahlen und Ausbruchsgeschehen sind über das LAGuS und das Robert Koch-Institut (RKI) abrufbar.
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