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Das Einschlafhormon, bekannt als Melatonin, steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers. Es wird bei Dunkelheit ausgeschüttet und signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Schlafen ist.
Das Einschlafhormon, bekannt als Melatonin, steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers. Es wird bei Dunkelheit ausgeschüttet und signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Schlafen ist.
Das sogenannte Einschlafhormon ist ein umgangssprachlicher Begriff für Melatonin, ein körpereigenes Hormon, das maßgeblich den Schlaf-Wach-Rhythmus (auch zirkadianer Rhythmus genannt) reguliert. Melatonin wird in der Zirbeldrüse (Epiphyse) im Gehirn produziert und bei Dunkelheit ins Blut abgegeben. Es signalisiert dem Körper, dass Nacht ist und bereitet ihn auf den Schlaf vor.
Die Produktion von Melatonin wird durch Licht gesteuert. Trifft Licht – insbesondere blaues Licht – auf die Netzhaut des Auges, wird die Melatoninausschüttung gehemmt. Bei Dunkelheit hingegen steigt der Melatoninspiegel im Blut deutlich an, in der Regel ab etwa 21 bis 22 Uhr, mit einem Höchstwert zwischen 2 und 4 Uhr morgens. Dieser Anstieg senkt die Körpertemperatur, verlangsamt den Stoffwechsel und bereitet den Organismus auf erholsamen Schlaf vor.
Verschiedene Faktoren können die natürliche Ausschüttung des Einschlafhormons stören oder fördern:
Melatonin ist in Deutschland als Arzneimittel (z. B. Circadin® mit 2 mg) für Erwachsene ab 55 Jahren bei primärer Insomnie zugelassen und rezeptpflichtig. In verschiedenen anderen Ländern ist es als Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich. Es wird eingesetzt bei:
Die üblichen Dosierungen liegen zwischen 0,5 mg und 5 mg, eingenommen etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen. Höhere Dosen sind nicht zwingend wirksamer und können zu Nebenwirkungen führen. Eine Einnahme sollte stets nach ärztlichem Rat erfolgen.
Anhaltende Schlafprobleme sollten ärztlich abgeklärt werden. Ein dauerhafter Einsatz von Melatonin ohne ärztliche Begleitung ist nicht empfohlen. Mögliche Ursachen wie Schlafapnoe, Depressionen oder andere Erkrankungen sollten ausgeschlossen werden.
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