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Eisenabsorptionsförderung beschreibt Maßnahmen, die die Aufnahme von Eisen im Darm verbessern. Bestimmte Nährstoffe, Lebensmittel und Gewohnheiten können die Bioverfügbarkeit von Eisen deutlich steigern.
Eisenabsorptionsförderung beschreibt Maßnahmen, die die Aufnahme von Eisen im Darm verbessern. Bestimmte Nährstoffe, Lebensmittel und Gewohnheiten können die Bioverfügbarkeit von Eisen deutlich steigern.
Unter Eisenabsorptionsförderung versteht man alle diätetischen, nutritiven und verhaltensbasierten Maßnahmen, die die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung im menschlichen Darm verbessern. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das für die Bildung von Hämoglobin (dem roten Blutfarbstoff), den Sauerstofftransport im Blut sowie zahlreiche Stoffwechselprozesse unentbehrlich ist. Da der Körper Eisen nicht selbst herstellen kann, ist er vollständig auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Allerdings wird nicht alles aufgenommene Eisen auch tatsächlich resorbiert – die sogenannte Bioverfügbarkeit von Eisen ist von vielen Faktoren abhängig.
In der Nahrung kommt Eisen in zwei grundlegenden Formen vor:
Vitamin C ist der bekannteste und wirksamste Förderer der Eisenabsorption. Es reduziert dreiwertiges Eisen (Fe³⁺) zu zweiwertigem Eisen (Fe²⁺), das vom Darm leichter aufgenommen werden kann. Bereits 100 mg Vitamin C – enthalten beispielsweise in einem Glas Orangensaft oder einer Portion Paprika – können die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen um das Zwei- bis Dreifache steigern. Es empfiehlt sich, Vitamin-C-reiche Lebensmittel direkt zur eisenreichen Mahlzeit zu konsumieren.
Neben Vitamin C fördern auch andere organische Säuren wie Zitronensäure, Äpfelsäure und Milchsäure die Eisenlöslichkeit im Magen-Darm-Trakt und verbessern dadurch die Resorption. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut können durch ihren Gehalt an Milchsäure die Eisenaufnahme positiv beeinflussen.
Bestimmte Proteine aus Fleisch, Fisch und Geflügel – zusammenfassend als MFP-Faktor bezeichnet – fördern nicht nur die Aufnahme von Häm-Eisen, sondern verbessern auch die Resorption von gleichzeitig verzehrtem Nicht-Häm-Eisen. Der genaue Mechanismus ist noch nicht vollständig aufgeklärt, jedoch ist dieser Effekt in Studien gut belegt.
Das Einweichen, Keimen und Fermentieren von Hülsenfrüchten und Getreide reduziert den Gehalt an Phytaten – Stoffen, die die Eisenabsorption hemmen. Diese Verarbeitungsmethoden verbessern dadurch die Bioverfügbarkeit von Eisen in pflanzlichen Lebensmitteln erheblich.
Zum besseren Verständnis der Absorptionsförderung ist es hilfreich, auch die wichtigsten Hemmstoffe zu kennen:
Die gezielte Förderung der Eisenabsorption ist besonders wichtig für Risikogruppen wie Schwangere, Frauen im gebärfähigen Alter, Kleinkinder, Veganer und Vegetarier sowie Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder nach Magenoperationen. Bei diesen Gruppen kann eine optimierte Ernährungsstrategie dazu beitragen, einem Eisenmangel und einer daraus resultierenden Eisenmangelanämie vorzubeugen, ohne sofort auf Supplemente zurückgreifen zu müssen. Bei bereits bestehendem klinischem Eisenmangel ist jedoch immer eine ärztliche Abklärung und gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie erforderlich.
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