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Eisenabsorptionshemmung bezeichnet die Verringerung der Eisenaufnahme im Darm durch bestimmte Stoffe oder Erkrankungen. Sie kann zu Eisenmangel und Anämie führen.
Eisenabsorptionshemmung bezeichnet die Verringerung der Eisenaufnahme im Darm durch bestimmte Stoffe oder Erkrankungen. Sie kann zu Eisenmangel und Anämie führen.
Unter Eisenabsorptionshemmung versteht man die verminderte Aufnahme von Eisen aus der Nahrung in den Blutkreislauf über die Darmschleimhaut. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das für die Bildung von Hämoglobin (dem roten Blutfarbstoff), den Sauerstofftransport und zahlreiche Stoffwechselprozesse unentbehrlich ist. Wird die Aufnahme dauerhaft gehemmt, kann es zu einem Eisenmangel und in der Folge zu einer Eisenmangelanämie kommen.
Eisen liegt in der Nahrung in zwei Formen vor: als Hämeisen (aus tierischen Quellen, z. B. Fleisch) und als Nicht-Hämeisen (aus pflanzlichen Quellen). Hämeisen wird direkt und sehr effizient vom Dünndarm aufgenommen. Nicht-Hämeisen muss zunächst durch das Enzym Ferrireduktase in seine zweiwertige Form (Fe²⁺) umgewandelt werden, bevor es über den Transporter DMT1 (Divalent Metal Transporter 1) in die Darmzellen gelangen kann. Dieser Prozess ist anfälliger für Hemmungen durch verschiedene Nahrungsbestandteile und Erkrankungen.
Wird die Eisenabsorptionshemmung nicht erkannt und behandelt, kann sie zu einem ausgeprägten Eisenmangel führen. Typische Symptome sind:
Die Diagnose einer Eisenabsorptionsstörung erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, Blutuntersuchungen und ggf. weiterführenden Untersuchungen:
Eine gezielte Ernährungsanpassung kann die Eisenabsorption verbessern. Wichtige Maßnahmen sind:
Bei nachgewiesenem Eisenmangel werden orale Eisenpräparate (z. B. Eisen(II)-Sulfat, Eisen(II)-Gluconat) eingesetzt. Diese sollten auf nüchternen Magen mit einem Glas Wasser oder Orangensaft eingenommen werden, um die Resorption zu maximieren. Bei schwerer Malabsorption oder Unverträglichkeit kann eine intravenöse Eisentherapie notwendig sein.
Liegt eine Grunderkrankung wie Zöliakie oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung vor, ist deren Behandlung entscheidend, um die Eisenabsorption langfristig zu verbessern.
Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für eine Eisenabsorptionshemmung und deren Folgen:
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