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Eisentransferrin ist der Komplex aus dem Transportprotein Transferrin und Eisen im Blut. Er ermöglicht den sicheren Transport von Eisen zu Körperzellen und Organen.
Eisentransferrin ist der Komplex aus dem Transportprotein Transferrin und Eisen im Blut. Er ermöglicht den sicheren Transport von Eisen zu Körperzellen und Organen.
Eisentransferrin bezeichnet den Komplex, der entsteht, wenn das Transportprotein Transferrin Eisenionen (Fe³⁺) bindet. Transferrin ist ein im Blutplasma vorkommendes Glykoprotein, das in der Leber produziert wird und die primäre Transportform von Eisen im menschlichen Körper darstellt. Da freies Eisen im Blut toxisch wirken kann, übernimmt Transferrin die Aufgabe, Eisen sicher und kontrolliert zu den Zielzellen zu befördern.
Transferrin kann bis zu zwei Eisenionen gleichzeitig binden. Der gebildete Eisentransferrin-Komplex zirkuliert im Blutkreislauf und transportiert Eisen zu verschiedenen Geweben, insbesondere zum:
Die Aufnahme in die Zellen erfolgt über spezifische Transferrinrezeptoren auf der Zelloberfläche: Der Eisentransferrin-Komplex bindet an den Rezeptor, wird in die Zelle aufgenommen (Endozytose), und das Eisen wird dort freigesetzt. Das leere Transferrin (Apotransferrin) wird anschließend wieder an die Zelloberfläche zurückgegeben und steht erneut für den Transport zur Verfügung.
Die Messung von Transferrin und der Transferrinsättigung (prozentualer Anteil des mit Eisen beladenen Transferrins) ist ein wichtiger Bestandteil der Eisenstoffwechseldiagnostik. Folgende Parameter sind klinisch relevant:
Bei Eisenmangel produziert die Leber mehr Transferrin, um die verringerte Eisenverfügbarkeit zu kompensieren. Die Transferrinsättigung sinkt dabei unter 20 %. Dies kann zu Eisenmangelanämie führen, mit Symptomen wie Müdigkeit, Blässe und Konzentrationsschwäche.
Bei einer Eisenüberladung, wie sie bei der erblichen Hämochromatose vorkommt, ist die Transferrinsättigung deutlich erhöht (über 50–60 %). Überschüssiges Eisen lagert sich in Organen wie Leber, Herz und Bauchspeicheldrüse ab und kann zu ernsthaften Organschäden führen.
Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen, Infektionen oder Tumorerkrankungen ist der Transferrinspiegel häufig erniedrigt – als Teil der sogenannten Anämie der chronischen Erkrankung (ACD). Hier wird Eisen zwar gespeichert, aber nicht effektiv für die Blutbildung genutzt.
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