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Eklampsie ist eine lebensbedrohliche Komplikation in der Schwangerschaft mit Krampfanfällen. Sie entsteht meist aus einer Präeklampsie und erfordert sofortige medizinische Behandlung.
Eklampsie ist eine lebensbedrohliche Komplikation in der Schwangerschaft mit Krampfanfällen. Sie entsteht meist aus einer Präeklampsie und erfordert sofortige medizinische Behandlung.
Die Eklampsie ist eine schwerwiegende Erkrankung, die während der Schwangerschaft, der Geburt oder kurz nach der Entbindung auftreten kann. Sie ist durch plötzliche Krampfanfälle gekennzeichnet, die nicht auf eine vorbestehende neurologische Erkrankung zurückzuführen sind. Die Eklampsie gilt als schwerste Verlaufsform der Präeklampsie – einer Erkrankung in der Schwangerschaft, die mit Bluthochdruck und erhöhter Eiweißausscheidung im Urin einhergeht. Sie ist ein medizinischer Notfall und kann für Mutter und Kind lebensbedrohlich sein.
Die genaue Ursache der Eklampsie ist noch nicht vollständig geklärt. Als Hauptauslöser gilt eine gestörte Entwicklung der Plazenta (Mutterkuchen) in der Frühschwangerschaft, die zu einer Minderversorgung der Plazenta mit Blut führt. Dies löst eine Reihe von Reaktionen im mütterlichen Körper aus, darunter Bluthochdruck, Gefäßschäden und neurologische Störungen.
Risikofaktoren für die Entwicklung einer Eklampsie sind:
Die Eklampsie kündigt sich häufig durch Zeichen einer schweren Präeklampsie an. Typische Warnsignale sind:
Der eigentliche eklamptische Anfall verläuft in mehreren Phasen:
Die Diagnose der Eklampsie wird klinisch gestellt, das heißt auf Basis der beobachteten Krampfanfälle in Verbindung mit den typischen Zeichen der Präeklampsie. Folgende Untersuchungen unterstützen die Diagnose:
Die Eklampsie ist ein medizinischer Notfall und muss sofort im Krankenhaus behandelt werden. Das primäre Ziel ist die Stabilisierung der Mutter und die Verhinderung weiterer Krampfanfälle.
Die einzige endgültige Behandlung der Eklampsie ist die Entbindung des Kindes. Der Zeitpunkt und die Art der Entbindung (vaginal oder per Kaiserschnitt) hängen vom Schwangerschaftsalter und dem Zustand von Mutter und Kind ab. Nach der 34. Schwangerschaftswoche wird in der Regel eine sofortige Entbindung angestrebt.
Mutter und Kind benötigen nach der Entbindung eine engmaschige Überwachung. Komplikationen wie HELLP-Syndrom (eine besonders schwere Form mit Schäden an Leber und Blutplättchen), Nierenversagen oder Hirnblutungen müssen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Bei rechtzeitiger Behandlung erholen sich die meisten Frauen vollständig von einer Eklampsie. Langfristig haben Frauen, die eine Eklampsie erlebt haben, ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlaganfall im späteren Leben. In zukünftigen Schwangerschaften besteht ein erhöhtes Risiko für das Wiederauftreten einer Präeklampsie. Eine frühzeitige Vorsorge, unter anderem mit niedrig dosierter Acetylsalicæure (Aspirin) ab dem ersten Trimester, kann das Risiko reduzieren.
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