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Die Elektrolytzufuhr beschreibt die gezielte Aufnahme lebenswichtiger Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium, die den Flüssigkeitshaushalt und die Nervenfunktion regulieren.
Die Elektrolytzufuhr beschreibt die gezielte Aufnahme lebenswichtiger Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium, die den Flüssigkeitshaushalt und die Nervenfunktion regulieren.
Die Elektrolytzufuhr bezeichnet die Aufnahme von elektrisch geladenen Mineralstoffen – sogenannten Elektrolyten – über Nahrung, Getränke oder medizinische Präparate. Zu den wichtigsten Elektrolyten des menschlichen Körpers zählen Natrium (Na⁺), Kalium (K⁺), Magnesium (Mg²⁺), Kalzium (Ca²⁺), Chlorid (Cl⁻) und Phosphat (PO₄³⁻). Sie sind für zahlreiche lebenswichtige Körperfunktionen unverzichtbar und müssen kontinuierlich über die Ernährung zugeführt werden.
Elektrolyte übernehmen im Körper eine Vielzahl essenzieller Aufgaben:
Die empfohlenen Tageszufuhrmengen variieren je nach Elektrolyt und Personengruppe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen unter anderem:
Bei intensiver körperlicher Aktivität, starkem Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall kann der Elektrolytbedarf deutlich ansteigen.
Eine ausgewogene Ernährung deckt in der Regel den Elektrolytbedarf gesunder Menschen. Wichtige Nahrungsquellen sind:
Ein Mangel an Elektrolyten – auch Elektrolytmangel oder im klinischen Kontext als Elektrolytimbalance bezeichnet – kann durch unzureichende Zufuhr, übermäßigen Verlust (z. B. durch Schwitzen, Erbrechen, Durchfall oder Nierenkrankheiten) oder bestimmte Medikamente entstehen. Typische Symptome sind:
Eine zu hohe Zufuhr einzelner Elektrolyte – etwa durch übermäßigen Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln oder bei eingeschränkter Nierenfunktion – kann ebenfalls gesundheitsschädlich sein. Überschüsse an Natrium erhöhen z. B. das Blutdruckrisiko, während ein Zuviel an Kalium zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen kann.
Beim Sport gehen durch Schweiß erhebliche Mengen an Natrium, Kalium und Magnesium verloren. Sportlergetränke oder Elektrolytlösungen können helfen, diese Verluste gezielt auszugleichen und die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Für intensive oder langandauernde sportliche Aktivitäten (über 60–90 Minuten) empfiehlt sich die gezielte Elektrolytergänzung.
Bei Erkrankungen mit starkem Flüssigkeitsverlust (z. B. Magen-Darm-Infekte) ist eine ausreichende Elektrolytzufuhr besonders wichtig. In der Medizin werden hierfür spezielle orale Rehydrationslösungen (ORS) oder intravenöse Elektrolytlösungen eingesetzt.
In der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht sich der Bedarf an bestimmten Elektrolyten, insbesondere Kalzium und Magnesium. Eine angepasste Ernährung oder gezielte Supplementierung kann empfohlen werden.
Im Alter verändert sich der Elektrolythaushalt, da Nierenfunktion und Durstempfinden nachlassen. Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Elektrolytmangel und sollten auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Mineralstoffzufuhr achten.
Im Handel sind zahlreiche Elektrolytpräparate in Form von Pulvern, Brausetabletten, Kapseln oder Fertiglösungen erhältlich. Sie enthalten in der Regel eine Kombination aus Natrium, Kalium, Magnesium und manchmal Kalzium. Die Einnahme ist bei gesunden Menschen mit ausgewogener Ernährung meist nicht notwendig, kann aber in bestimmten Situationen sinnvoll sein – etwa bei Leistungssport, Hitze oder Erkrankung. Bei chronischen Erkrankungen oder dauerhafter Einnahme sollte die Supplementierung ärztlich begleitet werden.
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