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Ein Empyem ist eine Ansammlung von Eiter in einem vorgeformten Hohlraum des Körpers, häufig in der Pleurahöhle oder in Gelenken. Es entsteht meist als Komplikation einer bakteriellen Infektion.
Ein Empyem ist eine Ansammlung von Eiter in einem vorgeformten Hohlraum des Körpers, häufig in der Pleurahöhle oder in Gelenken. Es entsteht meist als Komplikation einer bakteriellen Infektion.
Ein Empyem bezeichnet die pathologische Ansammlung von Eiter (Pus) in einem natürlich vorhandenen Körperhohlraum. Am häufigsten betroffen ist die Pleurahöhle (der Raum zwischen Lunge und Brustwand), weshalb in diesem Zusammenhang oft vom Pleuraempyem oder Empyema thoracis gesprochen wird. Weitere mögliche Lokalisationen sind Gelenke (septische Arthritis), die Gallenblase, die Nasennebenhöhlen sowie der Epiduralraum im Rückenmark.
Ein Empyem entsteht in der Regel als Komplikation einer vorangegangenen Infektion. Die häufigsten Ursachen sind:
Häufig beteiligte Erreger sind Streptococcus pneumoniae, Staphylococcus aureus (einschließlich MRSA), gramnegative Bakterien sowie Anaerobier.
Die Beschwerden bei einem Empyem können je nach Lokalisation und Schweregrad variieren. Typische Symptome eines Pleuraempyems umfassen:
Bei chronischem Verlauf kann sich eine sogenannte Pleuraschwiele (Fibrothorax) entwickeln, die die Lungenfunktion dauerhaft einschränkt.
Die Diagnose eines Empyems erfolgt durch eine Kombination klinischer und apparativer Untersuchungen:
Die Therapie des Empyems zielt auf die Beseitigung des Eiters, die Bekämpfung der Infektion und die Wiederausdehnung der Lunge ab.
Eine intravenöse Antibiotikagabe ist stets erforderlich und richtet sich nach dem nachgewiesenen oder vermuteten Erreger. Bei unbekanntem Erreger erfolgt zunächst eine kalkulierte Breitspektrumtherapie.
Die wichtigste Maßnahme ist die Drainage des Eiters. Je nach Stadium kommen folgende Verfahren zum Einsatz:
Ergänzend werden Atemübungen und Physiotherapie eingesetzt, um die Lungenfunktion zu erhalten und eine vollständige Ausdehnung der Lunge zu fördern.
Bei rechtzeitiger Diagnose und adäquater Behandlung ist die Prognose in vielen Fällen gut. Verzögerungen können jedoch zu chronischem Empyem, Fibrothorax, Sepsis oder lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, immungeschwächte Personen sowie Patienten mit schweren Begleiterkrankungen.
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