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Encorafenib ist ein zielgerichtetes Krebsmedikament, das bei bestimmten Formen von Melanom und Darmkrebs eingesetzt wird. Es hemmt mutiertes BRAF-Protein und verlangsamt so das Tumorwachstum.
Encorafenib ist ein zielgerichtetes Krebsmedikament, das bei bestimmten Formen von Melanom und Darmkrebs eingesetzt wird. Es hemmt mutiertes BRAF-Protein und verlangsamt so das Tumorwachstum.
Encorafenib ist ein zielgerichteter Wirkstoff aus der Gruppe der BRAF-Kinase-Inhibitoren, der in der Onkologie (Krebsmedizin) eingesetzt wird. Er wurde entwickelt, um das fehlerhaft aktive Protein BRAF V600 zu blockieren, das durch eine spezifische genetische Mutation (BRAF-V600E oder BRAF-V600K) entsteht und unkontrolliertes Zellwachstum fördert. In der Europäischen Union ist Encorafenib unter dem Handelsnamen Braftovi zugelassen.
Encorafenib ist für folgende Erkrankungen zugelassen:
Encorafenib ist ein selektiver Inhibitor der BRAF-Kinase. BRAF ist ein Protein, das als Teil des sogenannten MAPK/ERK-Signalwegs die Zellproliferation (Zellteilung) und das Zellüberleben reguliert.
Bei Tumorpatienten mit einer BRAF-V600-Punktmutation ist dieses Protein dauerhaft aktiviert, was zu unkontrolliertem Tumorwachstum führt. Encorafenib bindet mit hoher Affinität an die mutierte BRAF-Kinase und hemmt deren Aktivität, sodass das Wachstumssignal unterbrochen wird und die Tumorzellen in ihrer Vermehrung gebremst werden oder absterben.
Die Kombination mit einem MEK-Inhibitor (Binimetinib) ist wichtig, da BRAF-Inhibitoren allein häufig zu einer Resistenzentwicklung über den nachgelagerten MEK/ERK-Signalweg führen können. Die duale Blockade verzögert diese Resistenz und verbessert die Therapieantwort.
Encorafenib wird als Hartkapseln oral (durch den Mund) eingenommen. Die empfohlene Dosierung richtet sich nach der Indikation:
Die Kapseln können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Behandlung wird fortgesetzt, bis die Erkrankung fortschreitet oder unzumutbare Nebenwirkungen auftreten. Dosisanpassungen können bei Nebenwirkungen erforderlich sein.
Wie alle Krebsmedikamente kann Encorafenib Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten sind:
Schwerwiegendere, aber seltenere Nebenwirkungen umfassen:
Patienten sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Haut, der Augen, der Leber und des Herzens durchführen lassen.
Encorafenib darf nicht angewendet werden bei:
Wichtige Wechselwirkungen bestehen mit:
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