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Das Endometriumkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Gebärmutterschleimhaut. Es zählt zu den häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen und betrifft überwiegend Frauen nach der Menopause.
Das Endometriumkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Gebärmutterschleimhaut. Es zählt zu den häufigsten gynäkologischen Krebserkrankungen und betrifft überwiegend Frauen nach der Menopause.
Das Endometriumkarzinom (auch Gebärmutterschleimhautkrebs oder Uteruskarzinom genannt) ist ein bösartiger Tumor, der aus den Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) entsteht. Es ist die häufigste Krebserkrankung des weiblichen Genitaltrakts in westlichen Ländern und tritt vor allem bei Frauen nach der Menopause auf, wobei das durchschnittliche Erkrankungsalter bei etwa 65 Jahren liegt.
Man unterscheidet grundsätzlich zwei Haupttypen: den östrogenabhängigen Typ I (endometrioides Karzinom, ha¨ufiger, bessere Prognose) und den östrogenunabhängigen Typ II (z. B. seroöses oder klarzelliges Karzinom, aggressiver, schlechtere Prognose).
Ein zentraler Risikofaktor ist eine langanhaltende, nicht durch Progesteron ausgeglichene Östrogenexposition (Östrogendominanz). Weitere Risikofaktoren sind:
Ein frühes und charakteristisches Symptom des Endometriumkarzinoms ist eine abnorme vaginale Blutung, insbesondere nach der Menopause (postmenopausale Blutung). Jede vaginale Blutung nach der Menopause sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden.
Die Diagnose des Endometriumkarzinoms erfolgt durch mehrere Untersuchungsschritte:
Eine gründliche klinische Untersuchung gibt erste Hinweise auf Veränderungen im Bereich der Gebärmutter.
Mittels transvaginalem Ultraschall wird die Dicke der Gebärmutterschleimhaut gemessen. Bei postmenopausalen Frauen gilt eine Endometriumdicke von mehr als 5 mm als verdächtig und erfordert weitere Abklärung.
Die Endometriumbiopsie (Gewebeentnahme aus der Gebärmutterschleimhaut) ist die wichtigste diagnostische Maßnahme. Sie erfolgt häufig im Rahmen einer Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) mit fraktionierter Abrasio (Ausschabung), um das gewonnene Gewebe histologisch zu untersuchen.
Zur Bestimmung des Tumorstadiums und der Ausbreitung werden MRT (Magnetresonanztomographie), CT (Computertomographie) oder PET-CT eingesetzt, um Lymphknoten und benachbarte Organe zu beurteilen.
Die Stadieneinteilung erfolgt nach der FIGO-Klassifikation (Federation Internationale de Gynécologie et d'Obstétrique) und reicht von Stadium I (auf die Gebärmutter beschränkt) bis Stadium IV (Fernmetastasen).
Die Therapie des Endometriumkarzinoms richtet sich nach Stadium, Histologie, Alter und dem Allgemeinzustand der Patientin.
Die chirurgische Behandlung ist die Standardtherapie und umfasst in der Regel eine totale Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter) sowie die beidseitige Entfernung von Eierstöcken und Eileitern (bilaterale Salpingo-Oophorektomie). Zusätzlich kann eine pelvine und paraaortale Lymphonodektomie (Entfernung von Lymphknoten) durchgeführt werden. Der Eingriff erfolgt häufig minimal-invasiv (laparoskopisch oder robotisch).
Die Strahlentherapie wird als ergänzende Behandlung (adjuvant) nach der Operation eingesetzt, entweder als Brachytherapie (innere Bestrahlung der Scheide) oder als externe Beckenbestrahlung, um das Rückfallrisiko zu senken.
Bei fortgeschrittenen oder rückfälligen Tumoren kommt eine platinbasierte Chemotherapie (z. B. Carboplatin und Paclitaxel) zum Einsatz.
Bei östrogenabhängigen Tumoren und bei Patientinnen, die eine Fertilität erhalten möchten, kann eine Progestintherapie in Betracht gezogen werden.
Neuere Ansätze umfassen zielgerichtete Substanzen wie Pembrolizumab (Checkpoint-Inhibitor) für Tumoren mit Mismatch-Repair-Defizienz (dMMR) sowie Lenvatinib in Kombination mit Pembrolizumab bei fortgeschrittenen Erkrankungen.
Die Prognose des Endometriumkarzinoms ist bei frühzeitiger Diagnose insgesamt günstig. Im Stadium I beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate mehr als 90 %. In fortgeschrittenen Stadien (III und IV) sinkt sie jedoch erheblich. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind nach abgeschlossener Therapie essenziell.
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