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Endophthalmitis ist eine schwere Entzündung des Augeninneren, meist durch Bakterien oder Pilze. Sie kann zur Erblindung führen und ist ein medizinischer Notfall.
Endophthalmitis ist eine schwere Entzündung des Augeninneren, meist durch Bakterien oder Pilze. Sie kann zur Erblindung führen und ist ein medizinischer Notfall.
Die Endophthalmitis ist eine schwerwiegende, entzündliche Erkrankung, die das Innere des Auges betrifft. Dabei werden die intraokulären Flüssigkeiten und Gewebe – insbesondere der Glaskörper (Corpus vitreum) und die vordere Augenkammer – von Krankheitserregern oder immunologischen Reaktionen befallen. Ohne rasche Behandlung droht ein dauerhafter, schwerer Sehverlust oder vollständige Erblindung. Die Erkrankung gilt daher als augenärztlicher Notfall.
Je nach Entstehungsweg unterscheidet man zwei Hauptformen der Endophthalmitis:
Diese häufigere Form entsteht durch das direkte Eindringen von Erregern von außen in das Auge. Typische Auslöser sind:
Diese seltenere Form entsteht durch eine Streuung von Erregern über den Blutkreislauf in das Auge (hämatogene Ausbreitung). Sie tritt häufig bei Patienten mit geschwachtem Immunsystem, Sepsis, intravenösem Drogenkonsum oder schweren Grunderkrankungen auf.
Die Symptome der Endophthalmitis entwickeln sich meist rasch – oft innerhalb weniger Stunden bis Tage nach dem auslosenden Ereignis. Typische Beschwerden sind:
Die Diagnose wird in erster Linie klinisch durch einen Augenarzt gestellt. Folgende Untersuchungen kommen zum Einsatz:
Die Behandlung muss so rasch wie möglich eingeleitet werden, um den Sehverlust zu minimieren. Die Therapie richtet sich nach dem Erreger und dem Schweregrad der Erkrankung.
In bestimmten Fällen werden Kortikosteroide (z.B. intravitreales Dexamethason) eingesetzt, um die Entzündungsreaktion zu dämpfen und das Gewebe zu schützen. Der Einsatz ist jedoch umstritten und erfolgt individuell.
Die Prognose der Endophthalmitis hängt entscheidend von der Schnelligkeit der Diagnose und Behandlung ab. Trotz moderner Therapiemöglichkeiten behalten viele Patienten einen dauerhaften Sehverlust. Die exogene Form nach Kataraktoperation hat im Vergleich zur endogenen Form eine etwas bessere Prognose.
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