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Die Endorhachis ist eine dünne Bindegewebsschicht, die den Wirbelkanal von innen auskleidet und das Rückenmark schützt.
Die Endorhachis ist eine dünne Bindegewebsschicht, die den Wirbelkanal von innen auskleidet und das Rückenmark schützt.
Die Endorhachis (auch Endorachis genannt) ist eine zarte Schicht aus Bindegewebe, die die Innenwand des Wirbelkanals (Canalis vertebralis) auskleidet. Sie bildet eine anatomische Grenzschicht zwischen dem knöchernen und ligamentären Gewebe der Wirbelsäule und dem epiduralen Raum, in dem sich unter anderem Fettgewebe, Blutgefäße und Nervenwurzeln befinden.
Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: endon (innen) und rhachis (Wirbelsäule). Die Endorhachis ist damit wörtlich die innere Auskleidung der Wirbelsäule.
Die Endorhachis liegt direkt der Innenseite des knöchernen Wirbelkanals an und ist eng mit dem Periost (Knochenhaut) der Wirbelkörper und -bögen sowie mit dem Ligamentum flavum und anderen Bändern der Wirbelsäule verbunden. Sie begrenzt nach innen den sogenannten Epiduralraum (auch periduraler Raum), der zwischen der Endorhachis und der äußeren Hirnhaut (Dura mater spinalis) liegt.
Die Endorhachis erfüllt mehrere wichtige physiologische Aufgaben:
Obwohl die Endorhachis in der klinischen Alltagssprache selten explizit erwähnt wird, spielt sie eine wichtige Rolle bei verschiedenen medizinischen Eingriffen und Erkrankungen:
Bei der Periduralanästhesie wird ein Lokalanästhetikum gezielt in den Epiduralraum injiziert, um Schmerzen zu betäuben – beispielsweise bei Operationen oder unter der Geburt. Die korrekte Identifikation des Epiduralraums, dessen Begrenzung die Endorhachis bildet, ist für den Erfolg und die Sicherheit dieses Eingriffs entscheidend.
Im Epiduralraum können sich unter bestimmten Umständen epidurale Hämatome (Blutansammlungen) oder epidurale Abszesse (Eiteransammlungen) bilden. Die Endorhachis als Begrenzungsstruktur beeinflusst die Ausbreitung solcher pathologischen Prozesse. Epidurale Hämatome können durch Verletzungen, Gerinnungsstörungen oder als Komplikation nach Wirbelsäuleneingriffen entstehen und erfordern oft eine notfallmäßige Behandlung.
Bei operativen Eingriffen an der Wirbelsäule, etwa bei Bandscheibenvorfällen oder Wirbelkanalstenosen, muss der Chirurg anatomische Schichten wie die Endorhachis sorgfältig identifizieren und schonen, um Verletzungen des Rückenmarks und der Nervenwurzeln zu vermeiden.
Die Endorhachis ist nicht zu verwechseln mit den drei Hirnhäuten (Meningen), die das Rückenmark direkt umhüllen:
Die Endorhachis liegt außerhalb dieser Hirnhäute und kleidet den Wirbelkanal als äußerste innere Schicht aus. Der Epiduralraum befindet sich zwischen der Endorhachis und der Dura mater spinalis.
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