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Die endoskopische Polypektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Entfernung von Polypen im Magen-Darm-Trakt mithilfe eines Endoskops – ohne offene Operation.
Die endoskopische Polypektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Entfernung von Polypen im Magen-Darm-Trakt mithilfe eines Endoskops – ohne offene Operation.
Die endoskopische Polypektomie ist ein minimalinvasives medizinisches Verfahren, bei dem Polypen – gutartige oder potenziell bösartige Gewebewucherungen – aus dem Inneren des Magen-Darm-Trakts entfernt werden. Der Eingriff erfolgt mithilfe eines Endoskops, einem flexiblen Schlauch mit einer Kamera und speziellen Instrumenten am vorderen Ende. Eine offene Operation ist dabei nicht erforderlich.
Polypen können im gesamten Verdauungstrakt auftreten, am häufigsten jedoch im Dickdarm (Kolon) und im Mastdarm. Da bestimmte Polypenarten – insbesondere adenomatöse Polypen – mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs verbunden sind, ist ihre frühzeitige Entfernung eine wichtige Maßnahme zur Krebsvorsorge.
Der Eingriff wird empfohlen, wenn bei einer Darmspiegelung (Koloskopie), Magenspiegelung (Gastroskopie) oder einer anderen endoskopischen Untersuchung Polypen entdeckt werden. Häufige Indikationen sind:
Die endoskopische Polypektomie wird in der Regel ambulant oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts durchgeführt. Je nach Lage und Größe des Polypen kommen verschiedene Techniken zum Einsatz:
Kleine Polypen (unter 5 mm) können mit einer speziellen Biopsiezange direkt abgetragen werden. Diese Methode ist schnell und unkompliziert.
Größere Polypen werden mit einer Drahtschlinge umfasst und durch elektrischen Strom (Hochfrequenz-Elektrokauter) abgetragen. Dieses Verfahren wird als Hot-Snare-Polypektomie bezeichnet und ermöglicht gleichzeitig eine Blutstillung.
Bei flachen oder breitsitzenden Polypen wird zunächst eine Flüssigkeit unter die Schleimhaut injiziert, um den Polypen anzuheben. Anschließend wird er mit einer Schlinge abgetragen. Diese Technik heißt Endoskopische Mukosaresektion (EMR).
Bei sehr großen oder schwer zugänglichen Polypen kommt die Endoskopische Submukosadissektion (ESD) zum Einsatz, bei der der Polyp in einem Stück mit einem Spezialinstrument herausgeschnitten wird. Dieses Verfahren ist technisch anspruchsvoller und wird vor allem in spezialisierten Zentren durchgeführt.
Vor einer Koloskopie mit Polypektomie ist eine gründliche Darmvorbereitung notwendig. Dazu gehören:
Der Eingriff selbst wird in der Regel unter Sedierung (leichte Betäubung) oder milder Narkose durchgeführt, sodass er für den Patienten weitgehend schmerzfrei ist.
Die endoskopische Polypektomie ist ein sicheres Verfahren, dennoch können in seltenen Fällen Komplikationen auftreten:
Nach der Polypektomie wird das entfernte Gewebe histologisch (feingeweblich) untersucht, um Art und Dignität des Polypen zu bestimmen. Je nach Befund werden weitere Maßnahmen empfohlen:
In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollten Patienten auf körperliche Anstrengung, Alkohol und blutverdünnende Medikamente verzichten sowie auf Warnsymptome wie starke Bauchschmerzen oder anhaltende Blutungen achten.
Die endoskopische Polypektomie gilt als eine der wirksamsten Methoden zur Prävention von Darmkrebs. Studien zeigen, dass die regelmäßige Entfernung von Adenomen das Risiko, an kolorektalem Karzinom zu erkranken, signifikant senkt. In Deutschland wird die Koloskopie zur Krebsfrüherkennung ab dem 50. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
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