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Enterale Therapie bezeichnet die medizinische Ernährung über den Magen-Darm-Trakt, meist per Sonde. Sie versorgt Patienten mit Nährstoffen, wenn eine normale Nahrungsaufnahme nicht möglich ist.
Enterale Therapie bezeichnet die medizinische Ernährung über den Magen-Darm-Trakt, meist per Sonde. Sie versorgt Patienten mit Nährstoffen, wenn eine normale Nahrungsaufnahme nicht möglich ist.
Die enterale Therapie bezeichnet eine Form der klinischen Ernährungstherapie, bei der Nährstoffe direkt über den Magen-Darm-Trakt (Gastrointestinaltrakt) zugeführt werden. Sie kommt zum Einsatz, wenn Patienten nicht in der Lage sind, ausreichend Nahrung auf natürlichem Wege zu sich zu nehmen, der Verdauungstrakt jedoch grundsätzlich funktionstüchtig ist. Die Nährstoffzufuhr erfolgt in der Regel über eine Ernährungssonde, kann jedoch auch spezielle Trinknahrungen umfassen.
Die enterale Therapie wird in einer Vielzahl klinischer Situationen eingesetzt, unter anderem bei:
Bei Patienten, die noch schlucken können, aber nicht genügend Kalorien und Nährstoffe zu sich nehmen, werden hochkalorische Trinknahrungen eingesetzt. Diese sind in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Zusammensetzungen erhältlich und können gezielt auf den Bedarf des Patienten abgestimmt werden.
Die nasogastrale Sonde wird durch die Nase in den Magen eingeführt. Sie ist die am häufigsten angewendete kurzfristige Sondenlösung und eignet sich für einen Zeitraum von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen.
Bei der nasojejunalen Sonde wird die Sonde durch die Nase bis in den Dünndarm (Jejunum) vorgeschoben. Sie wird eingesetzt, wenn eine Magenentleerungsstörung vorliegt oder ein hohes Aspirationsrisiko besteht.
Bei einem längerfristigen Ernährungsbedarf über die Sonde wird häufig eine PEG-Sonde angelegt. Dabei wird endoskopisch eine Öffnung durch die Bauchdecke in den Magen gelegt. Diese Methode ist komfortabler für den Patienten und ermöglicht eine langfristige Versorgung zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen.
Die perkutane endoskopische Jejunostomie (PEJ) ist eine weitere Option bei längerfristiger enteraler Ernährung, wenn der Magen nicht genutzt werden kann. Die Sonde wird direkt in den Dünndarm gelegt.
Speziell entwickelte Sondennahrungen enthalten alle notwendigen Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette), Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) sowie Wasser. Es gibt verschiedene Formulierungen:
Gegenüber der parenteralen Ernährung (Zufuhr über die Blutbahn) hat die enterale Therapie mehrere Vorteile: Sie erhält die Darmstruktur und -funktion aufrecht, reduziert das Risiko für Darmatrophie und bakterielle Translokation, ist kostengünstiger und mit weniger Komplikationen verbunden. Daher gilt in der modernen Intensivmedizin der Grundsatz: Wenn immer möglich, enterale Ernährung bevorzugen.
Wie jede medizinische Maßnahme birgt auch die enterale Therapie potenzielle Risiken:
Die enterale Therapie wird von einem multidisziplinären Team aus Ärzten, Ernährungsfachkräften, Pflegepersonal und ggf. Logopäden geplant und überwacht. Regelmäßige Kontrollen von Körpergewicht, Laborwerten und dem allgemeinen Ernährungszustand sind essenziell, um die Therapie kontinuierlich anzupassen.
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