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Epigastrium – Oberbauch: Anatomie und Bedeutung

Das Epigastrium ist der obere Mittelbauch, der zwischen Brustbein und Bauchnabel liegt. Es beherbergt wichtige Organe wie Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse.

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Wissenswertes über "Epigastrium"

Das Epigastrium ist der obere Mittelbauch, der zwischen Brustbein und Bauchnabel liegt. Es beherbergt wichtige Organe wie Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse.

Was ist das Epigastrium?

Das Epigastrium (auch Magengrube oder Oberbauch genannt) ist eine anatomische Region des Bauches. Es handelt sich um den mittleren oberen Bereich des Abdomens, der sich zwischen dem unteren Ende des Brustbeins (Sternum) und dem Bauchnabel befindet. In der medizinischen Einteilung des Bauches in neun Felder liegt das Epigastrium im zentralen oberen Feld, flankiert von den beiden Hypochondrien (rechts und links).

Anatomische Lage und Grenzen

Die genauen anatomischen Grenzen des Epigastriums sind:

  • Oben: Unterer Rand des Brustbeins und Rippenbogen
  • Unten: Horizontale Linie auf Höhe des Bauchnabels
  • Seitlich: Seitliche Randlinien des Rektus-Abdominis-Muskels (Mittelbauchmuskel)

Organe im Epigastrium

Im Bereich des Epigastriums liegen mehrere wichtige Organe und Strukturen des Verdauungssystems:

  • Magen (Gaster): Hauptverdauungsorgan, das Speisebrei aufnimmt und vorverdaut
  • Leber (Hepar): Der linke Leberlappen reicht in das Epigastrium
  • Bauchspeicheldrüse (Pankreas): Liegt quer hinter dem Magen
  • Zwölffingerdarm (Duodenum): Erster Abschnitt des Dünndarms
  • Gallenblase (Vesica biliaris): Liegt am Übergang zum rechten Hypochondrium
  • Bauchaorta und Zöliakalstamm: Wichtige Blutgefäße der Bauchorgane

Klinische Bedeutung: Schmerzen im Epigastrium

Schmerzen oder Beschwerden im Epigastrium, auch als epigastrische Schmerzen bezeichnet, sind ein häufiges medizinisches Symptom. Sie können auf eine Vielzahl von Erkrankungen hinweisen.

Häufige Ursachen epigastrischer Schmerzen

  • Gastritis: Entzündung der Magenschleimhaut, oft verbunden mit Übelkeit und Druckgefühl
  • Magengeschwür (Ulcus ventriculi): Geschwür der Magenwand, verursacht brennende Schmerzen
  • Sodbrennen und Refluxkrankheit (GERD): Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre
  • Pankreatitis: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, oft mit gürtelförmigen Schmerzen
  • Cholelithiasis (Gallensteine): Gallensteine können kolikartige Schmerzen im Oberbauch verursachen
  • Dyspepsie: Funktionelle Verdauungsbeschwerden ohne organischen Befund
  • Herzinfarkt: In seltenen Fällen kann ein Herzinfarkt als epigastrischer Schmerz imponieren (atypische Symptomatik)

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Bei anhaltenden, starken oder neu auftretenden Schmerzen im Epigastrium sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Besonders alarmierend sind folgende Begleitsymptome:

  • Starke, plötzliche Schmerzen
  • Ausstrahlung in Rücken, Schulter oder Brust
  • Übelkeit und Erbrechen mit Blut
  • Fieber
  • Schweißausbrüche und Atemnot (Verdacht auf Herzinfarkt)

Diagnose

Zur Abklärung von Beschwerden im Epigastrium stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung:

  • Körperliche Untersuchung: Abtasten (Palpation) des Bauches zur Lokalisation des Schmerzes
  • Blutuntersuchungen: Nachweis von Entzündungsmarkern, Leberwerten, Pankreasenzymen (Lipase, Amylase)
  • Ultraschall (Sonographie): Bildgebende Darstellung der Bauchorgane
  • Magenspiegelung (Ösophagogastroduodenoskopie, ÖGD): Direkte Sichtuntersuchung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms
  • Computertomographie (CT): Detaillierte Schnittbildgebung bei komplexen Befunden

Quellen

  1. Schiebler, T. H. & Korf, H.-W. (2018). Anatomie: Histologie, Entwicklungsgeschichte, makroskopische und mikroskopische Anatomie, Topographie. Springer Medizin Verlag.
  2. Herold, G. (2023). Innere Medizin. Gerd Herold Verlag, Köln.
  3. Kasper, D. L. et al. (2022). Harrison's Principles of Internal Medicine. 21. Auflage. McGraw-Hill Education.

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