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Die Epiphyseolysis capitis femoris ist eine Erkrankung des wachsenden Skeletts, bei der der Hüftkopf an der Wachstumsfuge abrutscht. Sie betrifft vor allem Kinder und Jugendliche in der Pubertät.
Die Epiphyseolysis capitis femoris ist eine Erkrankung des wachsenden Skeletts, bei der der Hüftkopf an der Wachstumsfuge abrutscht. Sie betrifft vor allem Kinder und Jugendliche in der Pubertät.
Die Epiphyseolysis capitis femoris (kurz: ECF) ist eine orthopädische Erkrankung des wachsenden Skeletts. Dabei gleitet der Kopf des Oberschenkelknochens (Femurkopf) an der noch offenen Wachstumsfuge (Epiphysenfuge) ab. Dies führt zu einer Fehlstellung des Hüftgelenks und kann ohne Behandlung zu dauerhaften Schäden führen. Die Erkrankung tritt typischerweise im Jugendalter auf, häufig während des pubertären Wachstumsschubs.
Die genaue Ursache der Epiphyseolysis capitis femoris ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus mechanischen und hormonellen Faktoren die Stabilität der Wachstumsfuge schwächt.
Die Symptome können schleichend (chronisch) oder plötzlich (akut) auftreten. Häufig werden Schmerzen zunächst nicht in der Hüfte, sondern im Knie oder Oberschenkel wahrgenommen, was die Diagnose verzögern kann.
Die Erkrankung wird nach dem zeitlichen Verlauf und dem Ausmaß des Abgleitens eingeteilt:
Die Diagnose wird klinisch und bildgebend gestellt. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
Die Behandlung der Epiphyseolysis capitis femoris ist immer operativ, da das Fortschreiten des Abgleitens verhindert werden muss. Eine konservative Therapie reicht allein nicht aus.
Die Standardtherapie besteht in der In-situ-Fixation: Der Femurkopf wird in seiner aktuellen Position mit einer kanülierten Schraube (Hohlschraube) fixiert, ohne eine Reposition (Korrektur der Fehlstellung) vorzunehmen. Ziel ist es, das Abgleiten zu stoppen und die Wachstumsfuge zum Verschluss zu bringen.
Bei schwerwiegendem Abgleiten kann eine chirurgische Korrektur der Fehlstellung durch eine Osteotomie (gezielte Knochendurchtrennung und Neuausrichtung) notwendig werden. Diese Eingriffe sind technisch anspruchsvoller und bergen ein höheres Risiko.
Bei hohem Risiko eines beidseitigen Befalls kann die prophylaktische Fixation der nicht betroffenen Hüfte erwogen werden.
Ohne oder bei verzögerter Behandlung können schwerwiegende Komplikationen auftreten:
Bei frühzeitiger Diagnose und operativer Stabilisierung ist die Prognose in der Regel gut. Das langfristige Outcome hängt vom Ausmaß des Abgleitens, dem Vorliegen einer Instabilität sowie von möglichen Komplikationen ab. Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind nach der Behandlung wichtig, um Folgeprobleme frühzeitig zu erkennen.
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