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Eriocitrin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid aus Zitrusfrüchten mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften, das in der Forschung zunehmend beachtet wird.
Eriocitrin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid aus Zitrusfrüchten mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften, das in der Forschung zunehmend beachtet wird.
Eriocitrin (chemisch: Eriodictyol-7-O-rutinosid) ist ein pflanzliches Flavonon-Glykosid, das hauptsächlich in Zitrusfrüchten vorkommt. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in Zitronen (Citrus limon), aber auch in anderen Zitrusgewächsen wie Limetten und Mandarinen. Als sekundärer Pflanzenstoff gehört Eriocitrin zur Gruppe der Flavonoide, einer der bedeutendsten Klassen bioaktiver Verbindungen in der menschlichen Ernährung.
Eriocitrin entfaltet seine biologischen Wirkungen über mehrere molekulare Mechanismen:
Eriocitrin ist bislang kein zugelassenes Arzneimittel, wird jedoch intensiv als funktioneller Nahrungsinhaltsstoff und Nahrungsergänzungsmittel erforscht. Folgende Anwendungsbereiche werden wissenschaftlich untersucht:
Eriocitrin kann die Oxidation von LDL-Cholesterin hemmen, was einen atherosklerotischen Prozess verlangsamt. Darüber hinaus werden blutdrucksenkende Effekte diskutiert.
Präklinische Studien zeigen, dass Eriocitrin die Insulinsensitivität verbessern und den Blutzuckerspiegel stabilisieren kann. Diese Effekte werden auf die Hemmung bestimmter Verdauungsenzyme sowie auf eine verbesserte Glukoseverwertung zurückgeführt.
Tierexperimentelle Studien deuten darauf hin, dass Eriocitrin die Lipidakkumulation in der Leber reduziert und die Leberenzymwerte verbessern kann. Dies macht es zu einem interessanten Kandidaten für die unterstützende Behandlung von NAFLD.
Erste Forschungsergebnisse legen nahe, dass Eriocitrin neuroprotektive Eigenschaften besitzt und oxidativen Stress im Gehirngewebe reduzieren kann, was bei neurodegenerativen Erkrankungen relevant sein könnte.
Eriocitrin kommt hauptsächlich in folgenden Lebensmitteln vor:
Der Gehalt an Eriocitrin variiert je nach Reifegrad, Sorte und Verarbeitungsweise der Frucht.
Die Bioverfügbarkeit von Eriocitrin ist, wie bei vielen Flavonoiden, im Vergleich zu synthetischen Wirkstoffen begrenzt. Nach oraler Einnahme wird es im Darm durch Darmbakterien teilweise zu seinem Aglykon Eriodictyol umgewandelt, das dann resorbiert wird. In Nahrungsergänzungsmitteln werden typischerweise Dosierungen von 100 bis 500 mg pro Tag verwendet, wobei offizielle Dosierungsempfehlungen noch ausstehen, da klinische Langzeitstudien am Menschen begrenzt sind.
Eriocitrin gilt in nahrungsmittelüblichen Mengen als gut verträglich. Dennoch sind folgende Punkte zu beachten:
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