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Erysipelas melanomatosum ist eine seltene kutane Metastasierungsform des malignen Melanoms, bei der Hautmetastasen eine entzündliche, erysipelartige Rötung imitieren.
Erysipelas melanomatosum ist eine seltene kutane Metastasierungsform des malignen Melanoms, bei der Hautmetastasen eine entzündliche, erysipelartige Rötung imitieren.
Erysipelas melanomatosum ist eine seltene und klinisch bedeutsame Form der kutanen Metastasierung des malignen Melanoms. Hierbei infiltrieren Melanomzellen die Lymphgefäße und das Gewebe der Haut und erzeugen dabei eine flächige, gerötete und leicht erhabene Hautveränderung, die optisch einem Erysipel (bakterielle Wundrose) täuschend ähnlich sehen kann. Der Begriff setzt sich aus dem lateinischen erysipelas (Wundrose) und melanomatosum (das Melanom betreffend) zusammen.
Die Erkrankung entsteht durch die lymphangitische Ausbreitung von Melanomzellen innerhalb der Haut. Dabei kommt es zu einer lymphogenen Metastasierung, bei der Tumorzellen die dermalen und subkutanen Lymphkapillaren infiltrieren. Dies führt zu einer Stauung der Lymphe sowie zu einer entzündungsähnlichen Reaktion des Gewebes, die klinisch der bakteriellen Wundrose ähnelt.
Die klinische Präsentation des Erysipelas melanomatosum ist charakteristisch und kann diagnostisch irreführend sein:
Die Diagnosestellung erfordert eine hohe klinische Aufmerksamkeit, insbesondere bei Patienten mit bekanntem malignem Melanom in der Vorgeschichte.
Die Inspektion zeigt eine erythematöse, leicht infiltrierte Hautfläche. Der entscheidende Hinweis ist das Ausbleiben einer Besserung unter antibiotischer Therapie sowie der Kontext einer Melanomerkrankung.
Die Hautbiopsie ist der Goldstandard der Diagnose. Histologisch zeigen sich Melanomzellen in den Lymphgefäßen und dem Interstitium der Dermis. Immunhistochemische Färbungen (z. B. mit S-100, HMB-45, Melan-A) sichern die Diagnose.
Zur Beurteilung der Gesamtausdehnung der Metastasierung werden bildgebende Verfahren wie PET-CT oder MRT eingesetzt.
Aufgrund der klinischen Ähnlichkeit müssen folgende Erkrankungen ausgeschlossen werden:
Die Therapie des Erysipelas melanomatosum richtet sich nach dem Gesamtstadium des malignen Melanoms und umfasst systemische sowie lokale Ansätze:
Das Auftreten von Erysipelas melanomatosum weist auf eine fortgeschrittene Metastasierung des Melanoms hin und ist mit einer ernsthaften Prognose verbunden. Moderne systemische Therapien haben die Überlebenschancen von Patienten mit metastasiertem Melanom in den letzten Jahren jedoch erheblich verbessert.
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