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Eversion – Bedeutung, Ursachen und Behandlung

Eversion bezeichnet die nach außen gerichtete Drehbewegung eines Körperteils, insbesondere des Fußes. Sie ist ein wichtiger Begriff in Anatomie, Orthopädie und Sportmedizin.

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Wissenswertes über "Eversion"

Eversion bezeichnet die nach außen gerichtete Drehbewegung eines Körperteils, insbesondere des Fußes. Sie ist ein wichtiger Begriff in Anatomie, Orthopädie und Sportmedizin.

Was ist Eversion?

Eversion beschreibt in der Medizin und Anatomie eine Bewegung, bei der ein Körperteil nach außen gedreht oder gewendet wird. Am häufigsten wird der Begriff im Zusammenhang mit dem Sprunggelenk und dem Fuß verwendet: Bei der Fußeversion dreht sich die Fußsohle nach außen, sodass sie von der Körpermitte wegzeigt. Diese Bewegung ist das Gegenteil der Inversion, bei der die Fußsohle nach innen zeigt.

Anatomische Grundlagen

Die Eversion des Fußes wird hauptsächlich durch das untere Sprunggelenk (Articulatio subtalaris) ermöglicht. An dieser Bewegung sind folgende Muskeln beteiligt:

  • Musculus fibularis longus (langer Wadenbeinmuskel)
  • Musculus fibularis brevis (kurzer Wadenbeinmuskel)
  • Musculus fibularis tertius (dritter Wadenbeinmuskel)

Diese Muskeln verlaufen auf der Außenseite des Unterschenkels und sind entscheidend für die seitliche Stabilität des Sprunggelenks.

Klinische Bedeutung

Eversion im Alltag und Sport

Eine kontrollierte Eversion ist wichtig für das Gleichgewicht und die normale Gangmechanik. Beim Gehen auf unebenem Untergrund hilft die Eversion dabei, den Fuß an die Bodenbeschaffenheit anzupassen und Stürze zu verhindern.

Eversionstrauma

Ein Eversionstrauma des Sprunggelenks entsteht, wenn der Fuß gewaltsam nach außen gewendet wird. Dies kann zu folgenden Verletzungen führen:

  • Zerrung oder Riss des Deltaligaments (inneres Seitenband)
  • Frakturen des Innenknöchels (Malleolus medialis)
  • Verletzungen der Syndesmose (Verbindung zwischen Schien- und Wadenbein)

Eversionstraumen sind seltener als Inversionstraumen, aber oft schwerwiegender, da das Deltaligament sehr stabil ist und eher knöcherne Strukturen zu Schaden kommen.

Übermäßige Eversion (Pronation)

Eine dauerhaft erhöhte Eversion des Rückfußes wird auch als Überpronation bezeichnet. Sie kann mit folgenden Beschwerden verbunden sein:

  • Plattfuß (Pes planus)
  • Knieschmerzen durch veränderte Beinachse
  • Plantarfasziitis (Fersenschmerz)
  • Schmerzen im Knie- und Hüftbereich

Diagnose

Die Beurteilung der Eversion erfolgt klinisch durch Inspektion, manuelle Tests und Beweglichkeitsmessung (Goniometrie). Bei Verdacht auf strukturelle Verletzungen kommen bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder MRT zum Einsatz.

Behandlung

Die Behandlung hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab:

  • Akutes Trauma: PECH-Schema (Pause, Eis, Compression, Hochlagerung), ggf. Ruhigstellung oder Operation
  • Überpronation: Einlagen, orthopädisches Schuhwerk, physiotherapeutische Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur
  • Rehabilitation: Propriozeptionstraining zur Wiederherstellung der Gelenkstabilität

Quellen

  1. Schünke, M., Schulte, E., Schumacher, U.: Prometheus – LernAtlas der Anatomie. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. 5. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2018.
  2. Amendola, A., Panarella, L.: Proximal Tibial Osteotomy for the Treatment of Unicompartmental Osteoarthritis of the Knee. In: Foot and Ankle Clinics, 2005.
  3. Hertel, J.: Functional Anatomy, Pathomechanics, and Pathophysiology of Lateral Ankle Instability. Journal of Athletic Training, 2002; 37(4): 364–375.

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