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Extrathorakal bezeichnet alles, was sich außerhalb des Brustkorbs befindet. Der Begriff ist in der Medizin wichtig zur Beschreibung von Strukturen, Erkrankungen oder Befunden außerhalb des Thorax.
Extrathorakal bezeichnet alles, was sich außerhalb des Brustkorbs befindet. Der Begriff ist in der Medizin wichtig zur Beschreibung von Strukturen, Erkrankungen oder Befunden außerhalb des Thorax.
Extrathorakal ist ein medizinischer Fachbegriff, der sich aus dem lateinischen Präfix extra- (außerhalb) und dem griechischen Begriff thorax (Brustkorb) zusammensetzt. Er beschreibt anatomische Strukturen, pathologische Veränderungen oder klinische Befunde, die sich außerhalb des Brustkorbs befinden oder von dort ausgehen.
Der Thorax umfasst den knöchernen Brustkorb mit Rippen, Brustbein und Brustwirbelsäule sowie die darin enthaltenen Organe wie Lunge, Herz, große Gefäße und Speiseröhre. Alle Strukturen, die sich außerhalb dieses Bereichs befinden, werden als extrathorakal bezeichnet. Dazu zählen unter anderem:
Der Begriff extrathorakal wird in verschiedenen medizinischen Fachgebieten verwendet, um den Ursprungsort oder die Lage eines Befundes genau zu beschreiben. Besonders relevant ist die Unterscheidung zwischen thorakalen und extrathorakalen Befunden in folgenden Bereichen:
In der Pneumologie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) ist die Unterscheidung zwischen intrathorakalen (innerhalb des Brustkorbs) und extrathorakalen Atemwegsobstruktionen klinisch bedeutsam. Extrathorakale Obstruktionen betreffen die oberen Atemwege oberhalb der Brustkorbgrenze, also zum Beispiel den Kehlkopf oder die obere Luftröhre, und verursachen typischerweise einen inspiratorischen Stridor (pfeifendes Atemgeräusch beim Einatmen).
In der Krebsmedizin bezeichnet extrathorakale Metastasen Tochtergeschwülste, die sich außerhalb des Brustkorbs gebildet haben, zum Beispiel in der Leber, im Gehirn oder in den Knochen. Die Unterscheidung zwischen thorakalen und extrathorakalen Metastasen ist für die Therapieplanung und Prognose entscheidend.
In der Notfall- und Unfallmedizin wird der Begriff genutzt, um Verletzungen außerhalb des Thorax zu klassifizieren. Extrathorakale Verletzungen betreffen beispielsweise Bauch, Becken, Kopf oder die Extremitäten und erfordern andere diagnostische und therapeutische Maßnahmen als Verletzungen des Brustkorbs.
Auch in der Kardiologie und Gefäßmedizin ist die Unterscheidung relevant. So werden extrathorakale Gefäßveränderungen, etwa an den Halsschlagadern oder den Beingefäßen, von thorakalen Gefäßerkrankungen abgegrenzt.
Je nach Fragestellung kommen zur Beurteilung extrathorakaler Strukturen verschiedene bildgebende Verfahren zum Einsatz:
Der Begriff extrathorakal wird häufig in Abgrenzung zu folgenden Begriffen verwendet:
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