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Extrauterin – Definition, Ursachen und Behandlung

Extrauterin bezeichnet etwas, das außerhalb der Gebärmutter liegt oder stattfindet. Bekannt ist der Begriff vor allem durch die Extrauteringravidität, also eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter.

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Wissenswertes über "Extrauterin"

Extrauterin bezeichnet etwas, das außerhalb der Gebärmutter liegt oder stattfindet. Bekannt ist der Begriff vor allem durch die Extrauteringravidität, also eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter.

Was bedeutet Extrauterin?

Der Begriff extrauterin stammt aus dem Lateinischen: extra bedeutet außerhalb, uterus bedeutet Gebärmutter. In der Medizin beschreibt der Begriff alles, was sich außerhalb der Gebärmutter befindet oder dort stattfindet. Am häufigsten wird der Begriff im Zusammenhang mit der Extrauteringravidität (EUG) verwendet, also einer Schwangerschaft, die sich außerhalb der Gebärmutterhöhle entwickelt.

Extrauteringravidität – Definition

Bei einer Extrauteringravidität nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutterschleimhaut ein, sondern an einer anderen Stelle im Körper. In den meisten Fällen geschieht dies im Eileiter (sogenannte Tubargravidität). Seltener kommt es zu einer Einnistung am Eierstock, in der Bauchhöhle oder am Gebärmutterhals.

Ursachen

Eine Extrauteringravidität kann verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen:

  • Vorausgegangene Entzündungen der Eileiter (z. B. durch sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien)
  • Frühere Bauchhöhlen- oder Eileiteroperationen
  • Endometriose
  • Frühere Extrauteringravidität
  • Verwendung einer Spirale (Intrauterinpessar)
  • Hormonelle Störungen, die den Eileiter betreffen

Symptome

Die Symptome einer Extrauteringravidität können zunächst unspezifisch sein und einem normalen Schwangerschaftsbeginn ähneln. Typische Beschwerden sind:

  • Einseitige Unterleibsschmerzen
  • Ausbleiben der Menstruation
  • Leichte Blutungen aus der Scheide
  • Schwindel, Übelkeit und Kreislaufprobleme bei einem Riss des Eileiters (medizinischer Notfall)

Ein Riss des Eileiters (Tubenruptur) ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofortige medizinische Behandlung erfordert.

Diagnose

Zur Diagnose einer Extrauteringravidität kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:

  • Schwangerschaftstest (Beta-hCG-Messung im Blut): Ein positiver Test bei fehlenden Anzeichen einer Gebärmutterschwangerschaft erhöht den Verdacht.
  • Ultraschall (Sonographie): Mit einem transvaginalen Ultraschall kann die Lage der Schwangerschaft beurteilt werden.
  • Laparoskopie: In unklaren Fällen kann eine minimal-invasive Bauchspiegelung zur Sicherung der Diagnose notwendig sein.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium und dem Gesundheitszustand der Patientin:

  • Medikamentöse Therapie: Bei früh erkannter EUG kann der Wirkstoff Methotrexat eingesetzt werden, um das Wachstum des Trophoblasten zu hemmen.
  • Operative Therapie: In den meisten Fällen ist eine Operation notwendig, entweder laparoskopisch (minimal-invasiv) oder als offener Eingriff. Der betroffene Eileiter kann erhalten oder entfernt werden.
  • Notfallversorgung: Bei einer Tubenruptur ist eine sofortige Operation zur Blutstillung lebensrettend.

Prognose und Folgen

Nach einer Extrauteringravidität ist eine erneute Schwangerschaft in vielen Fällen möglich. Das Risiko für eine weitere EUG ist jedoch erhöht. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verbessert die Prognose deutlich und schützt die Fruchtbarkeit der Frau.

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) – Leitlinie zur Extrauteringravidität (2019)
  2. Stany MP, Hamilton CA. Complications of abortion. Obstet Gynecol Clin North Am. 2010;37(3):533–543. PubMed PMID: 20685556
  3. Barnhart KT. Clinical practice. Ectopic pregnancy. N Engl J Med. 2009;361(4):379–387. PubMed PMID: 19625718

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