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Faserknorpel ist ein widerstandsfähiges Knorpelgewebe, das Druck- und Zugbelastungen standhält. Er kommt u. a. in den Bandscheiben und Menisken vor.
Faserknorpel ist ein widerstandsfähiges Knorpelgewebe, das Druck- und Zugbelastungen standhält. Er kommt u. a. in den Bandscheiben und Menisken vor.
Faserknorpel (lateinisch: Fibrocartilago) ist eine der drei Knorpelarten des menschlichen Körpers – neben dem hyalinen Knorpel und dem elastischen Knorpel. Er zeichnet sich durch einen besonders hohen Gehalt an Kollagenfasern vom Typ I aus, die ihm seine charakteristische Festigkeit und Zähigkeit verleihen. Im Vergleich zu anderen Knorpelarten enthält Faserknorpel weniger Grundsubstanz (Matrix) und mehr kollagene Faserbündel, die in parallelen oder verflochtenen Strukturen angeordnet sind.
Faserknorpel bildet eine Art Übergang zwischen dichtem Bindegewebe und hyalinem Knorpel und ist ideal für Strukturen geeignet, die sowohl Zug- als auch Druckbelastungen ausgesetzt sind.
Faserknorpel findet sich an mehreren wichtigen Stellen im Körper:
Der mikroskopische Aufbau des Faserknorpels unterscheidet sich deutlich von anderen Knorpelarten:
Faserknorpel besitzt in der Regel keine Knorpelhaut (Perichondrium), was seine Regenerationsfähigkeit einschränkt.
Die Hauptaufgaben des Faserknorpels im menschlichen Körper sind:
Schädigungen des Faserknorpels sind klinisch bedeutsam, da dieser nur begrenzt regenerierbar ist:
Ein Meniskusriss ist eine häufige Sportverletzung, bei der der Faserknorpel des Meniskus einreißt. Je nach Ausmaß und Lokalisation des Risses kann eine konservative Behandlung, eine Meniskusnaht oder eine Teilentfernung (Meniskektomie) erforderlich sein.
Beim Bandscheibenvorfall (Nucleus pulposus Prolaps) tritt der Gallertke des Bandscheibenkerns durch den aus Faserknorpel bestehenden Anulus fibrosus aus und kann auf Nerven drücken. Symptome sind Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle und in schweren Fällen Lähmungserscheinungen.
Besonders in der Schwangerschaft kann es zur Symphysenlockerung (Symphysenruptur) kommen, bei der der Faserknorpel der Schambeinfuge überdehnt oder geschädigt wird, was zu starken Schmerzen im Beckenbereich führt.
Risse des Labrums an Hüfte oder Schulter entstehen häufig durch Überlastung oder Trauma und können Schmerzen sowie Instabilität im Gelenk verursachen.
Zur Beurteilung von Faserknorpelstrukturen stehen folgende diagnostische Verfahren zur Verfügung:
Die Therapie von Faserknorpelschäden richtet sich nach Art, Ort und Schweregrad der Verletzung:
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