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Die Fasziotomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Faszie – die bindegewebige Hülle um Muskeln – eingeschnitten wird, um Druck zu entlasten und die Durchblutung zu sichern.
Die Fasziotomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Faszie – die bindegewebige Hülle um Muskeln – eingeschnitten wird, um Druck zu entlasten und die Durchblutung zu sichern.
Die Fasziotomie ist ein operativer Eingriff, bei dem die Faszie – das feste Bindegewebe, das Muskeln, Muskelgruppen und Organe umhüllt – chirurgisch eingeschnitten wird. Ziel ist es, einen gefährlich erhöhten Druck innerhalb eines abgeschlossenen Gewebsraums (sogenanntes Kompartiment) zu senken und dadurch die Durchblutung sowie die Versorgung des betroffenen Gewebes mit Sauerstoff wiederherzustellen.
Eine Fasziotomie wird vor allem bei einem Kompartmentsyndrom durchgeführt. Dieses entsteht, wenn der Druck im Inneren eines Muskellogen so stark ansteigt, dass die Blutgefäße und Nerven komprimiert werden. Ursachen können sein:
Die häufigsten Lokalisationen sind der Unterschenkel, der Unterarm, der Fuß und die Hand.
Typische Warnzeichen, die eine notfallmäßige Fasziotomie notwendig machen können, sind:
Die Diagnose eines Kompartmentsyndroms erfolgt in erster Linie klinisch. Zur Bestätigung kann der intramuskuläre Druck mithilfe einer Druckmessnadel direkt im betroffenen Kompartiment gemessen werden. Werte über 30 mmHg oder ein Differenzdruck (Differenz zwischen diastolischem Blutdruck und Kompartmentdruck) unter 30 mmHg gelten als kritisch und erfordern in der Regel eine sofortige operative Therapie.
Die Fasziotomie wird üblicherweise unter Vollnarkose oder Regionalanästhesie im Operationssaal durchgeführt. Der Chirurg macht einen oder mehrere Längsschnitte durch die Haut und die darunter liegende Faszie, um das Kompartiment vollständig zu entlasten. Die Wunde wird in der Regel zunächst offen gelassen und erst nach einigen Tagen – wenn die Schwellung abgeklungen ist – schrittweise verschlossen oder mit einem Hauttransplantat gedeckt.
Am Unterschenkel werden häufig alle vier Kompartimente (vorderes, laterales, tiefes und oberflächliches hinteres Kompartiment) über zwei Längsschnitte entlastet. Dieses Vorgehen gilt als Standardtechnik bei Unterschenkel-Kompartmentsyndrom.
Am Unterarm werden die Faszien der volaren (beugeseitigen) und dorsalen (streckseitigen) Kompartimente gespalten, um alle Muskellogen zu dekomprimieren.
Nach der Fasziotomie sind regelmäßige Verbandswechsel und eine engmaschige Überwachung der Wunde notwendig. Der endgültige Wundverschluss erfolgt häufig nach 48 bis 72 Stunden oder später, sobald die Schwellung ausreichend zurückgegangen ist. Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation, um Muskelfunktion und Beweglichkeit wiederherzustellen.
Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die Fasziotomie gewisse Risiken:
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