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Die Fazialisparese ist eine Lähmung des Gesichtsnervs (Nervus facialis), die zu einer einseitigen oder beidseitigen Schwäche der Gesichtsmuskulatur führt.
Die Fazialisparese ist eine Lähmung des Gesichtsnervs (Nervus facialis), die zu einer einseitigen oder beidseitigen Schwäche der Gesichtsmuskulatur führt.
Die Fazialisparese bezeichnet eine Lähmung oder Schwäche des siebten Hirnnervs, des sogenannten Nervus facialis. Dieser Nerv ist verantwortlich für die Steuerung der Gesichtsmuskeln, die Mimik, das Augenschließen sowie teilweise für die Geschmackswahrnehmung und die Tränen- und Speichelproduktion. Eine Schädigung dieses Nervs führt zu einer eingeschränkten oder vollständigen Lähmung der betroffenen Gesichtshälfte.
Man unterscheidet zwei Hauptformen: die periphere Fazialisparese, bei der der Nerv selbst geschädigt ist, und die zentrale Fazialisparese, bei der die Ursache im Gehirn (z. B. nach einem Schlaganfall) liegt.
Die Ursachen einer Fazialisparese sind vielfältig und hängen oft von der betroffenen Form ab:
Die Symptome richten sich nach dem Ausmaß der Nervenschädigung und der betroffenen Form:
Bei der zentralen Fazialisparese bleibt die Stirn meist verschont, da die Stirnmuskulatur von beiden Gehirnhälften gesteuert wird.
Die Diagnose einer Fazialisparese erfolgt durch:
Die Therapie richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung:
Da der Lidschluss oft beeinträchtigt ist, sind Augentropfen (künstliche Tränen), Augengel und ggf. ein Uhrglasverband oder eine Schutzbrille notwendig, um eine Austrocknung und Schädigung der Hornhaut zu verhindern.
Gezielte Gesichtsgymnastik und physiotherapeutische Übungen können die Regeneration des Nervs unterstützen und Muskelatrophien vorbeugen. Biofeedback-gestützte Therapien können ebenfalls hilfreich sein.
In schweren oder chronischen Fällen können chirurgische Eingriffe wie eine Fazialisrekonstruktion, eine Nerventransplantation oder eine Dekompressionsoperation des Nervs in Betracht gezogen werden.
Die Prognose hängt stark von der Ursache und dem Ausmaß der Nervenschädigung ab. Bei der idiopathischen Bell-Parese erholen sich etwa 70–80 % der Patienten vollständig oder nahezu vollständig innerhalb von Wochen bis Monaten. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Heilungschancen deutlich. In seltenen Fällen können bleibende Einschränkungen oder Fehlinnervationen (sogenannte Synkinesien) verbleiben.
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