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Die Feinstaub-Lungenreaktion beschreibt die Reaktion der Lunge auf eingeatmete Feinstaubpartikel. Sie kann Entzündungen, Atemwegserkrankungen und langfristige Lungenschäden verursachen.
Die Feinstaub-Lungenreaktion beschreibt die Reaktion der Lunge auf eingeatmete Feinstaubpartikel. Sie kann Entzündungen, Atemwegserkrankungen und langfristige Lungenschäden verursachen.
Die Feinstaub-Lungenreaktion bezeichnet die physiologischen und pathologischen Prozesse, die in der Lunge ablaufen, wenn feine Partikel aus der Umgebungsluft eingeatmet werden. Feinstaub (englisch: Particulate Matter, abgekürzt PM) umfasst mikroskopisch kleine Partikel, die in der Luft schweben und tief in die Atemwege eindringen können. Je nach Partikelgröße unterscheidet man zwischen PM10 (Partikel bis 10 Mikrometer), PM2,5 (Partikel bis 2,5 Mikrometer) und Ultrafeinstaub (UFP) mit Partikeln unter 0,1 Mikrometer. Besonders PM2,5 und Ultrafeinstaub gelten als gesundheitlich bedenklich, da sie bis in die Lungenbläschen (Alveolen) und sogar ins Blut gelangen können.
Feinstaub entsteht durch eine Vielzahl natürlicher und menschlicher Quellen:
Die chemische Zusammensetzung des Feinstaubes variiert je nach Quelle und beeinflusst die Schwere der Lungenreaktion erheblich.
Wenn Feinstaubpartikel in die Atemwege gelangen, lösen sie eine Kaskade von biologischen Reaktionen aus:
Die Partikel werden von Alveolarmakrophagen (Fresszellen der Lunge) erkannt und phagozytiert. Dabei werden entzündungsfördernde Botenstoffe (Zytokine wie IL-6, TNF-alpha und IL-1beta) freigesetzt, die eine lokale Entzündungsreaktion einleiten. Bei anhaltender Exposition kann diese Entzündung chronisch werden.
Feinstaubpartikel, insbesondere solche mit Metallanteilen oder organischen Verbindungen, fördern die Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS). Diese freien Radikale schädigen Zellmembranen, DNA und Proteine des Lungengewebes und verstärken die Entzündungsreaktion.
Die natürliche Reinigungsfunktion der Atemwege, die sogenannte mukoziliäre Clearance, wird durch anhaltende Feinstaubexposition geschwächt. Die Flimmerhärchen (Zilien) der Bronchialschleimhaut verlieren ihre Funktion, wodurch Partikel und Krankheitserreger schlechter abtransportiert werden.
Ultrafeine Partikel können die Lungenbarriere überwinden und in den Blutkreislauf gelangen. Dort können sie systemische Entzündungen auslösen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Die Feinstaub-Lungenreaktion kann sich durch verschiedene Symptome äußern, die je nach Expositionsdauer und individueller Empfindlichkeit variieren:
Langfristige oder intensive Feinstaubexposition ist mit einer Reihe von Lungenerkrankungen und systemischen Erkrankungen assoziiert:
Bestimmte Personengruppen reagieren besonders empfindlich auf Feinstaub:
Die Diagnose von feinstaubbedingten Lungenreaktionen erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und technischen Untersuchungen:
Eine spezifische Therapie der Feinstaub-Lungenreaktion richtet sich nach der auftretenden Erkrankung:
Die wichtigste Maßnahme ist die Reduktion der Feinstaubexposition:
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