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Das Felty-Syndrom ist eine seltene Komplikation der rheumatoiden Arthritis mit Milzvergrößerung und Neutropenie. Es erhöht die Infektanfälligkeit erheblich.
Das Felty-Syndrom ist eine seltene Komplikation der rheumatoiden Arthritis mit Milzvergrößerung und Neutropenie. Es erhöht die Infektanfälligkeit erheblich.
Das Felty-Syndrom ist eine seltene und schwere Verlaufsform der rheumatoiden Arthritis (RA). Es ist gekennzeichnet durch eine klassische Trias aus drei Hauptmerkmalen: rheumatoide Arthritis, eine vergrößerte Milz (Splenomegalie) und eine verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen, der sogenannten Neutrophilen (Neutropenie). Das Syndrom tritt bei weniger als 1 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis auf und betrifft häufiger Frauen als Männer im mittleren bis höheren Lebensalter. Es wurde erstmals 1924 vom amerikanischen Arzt Augustus Roi Felty beschrieben.
Die genauen Ursachen des Felty-Syndroms sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass eine Autoimmunreaktion eine zentrale Rolle spielt. Dabei richtet sich das fehlgeleitete Immunsystem gegen körpereigene Strukturen, insbesondere gegen die Neutrophilen im Blut und Knochenmark.
Die Symptome des Felty-Syndroms sind vielfältig und spiegeln sowohl die zugrunde liegende rheumatoide Arthritis als auch die Folgen der Neutropenie wider:
Die Diagnose des Felty-Syndroms basiert auf dem Nachweis der charakteristischen Trias sowie auf Laboruntersuchungen und bildgebenden Verfahren:
Die Behandlung des Felty-Syndroms zielt darauf ab, die zugrundeliegende rheumatoide Arthritis zu kontrollieren und die Neutropenie zu verbessern, um das Infektionsrisiko zu senken.
In schweren Fällen mit ausgeprägter Splenomegalie und therapieresistenter Neutropenie kann eine Milzentfernung (Splenektomie) in Betracht gezogen werden. Diese verbessert die Neutrophilenzahl dauerhaft, beseitigt jedoch nicht die zugrunde liegende Autoimmunerkrankung.
Aufgrund der erhöhten Infektanfälligkeit sind regelmäßige Impfungen (z. B. gegen Pneumokokken, Influenza) sowie eine rasche Behandlung von Infektionen besonders wichtig.
Die Prognose des Felty-Syndroms ist variabel. Mit moderner immunsuppressiver Therapie, insbesondere Methotrexat und Biologika, lässt sich die Erkrankung bei vielen Patienten gut kontrollieren. Die größte Gefahr besteht in rezidivierenden schweren Infektionen, die ohne konsequente Behandlung lebensbedrohlich sein können. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind unbedingt erforderlich.
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