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Ein zu niedriger Ferritinwert weist auf geringe Eisenspeicher im Körper hin und kann Ursache von Müdigkeit, Haarausfall und Eisenmangel sein.
Ein zu niedriger Ferritinwert weist auf geringe Eisenspeicher im Körper hin und kann Ursache von Müdigkeit, Haarausfall und Eisenmangel sein.
Ferritin ist ein Protein, das Eisen in den Körperzellen speichert und bei Bedarf freisetzt. Der Ferritinwert im Blut gilt als wichtigster Marker zur Beurteilung der Eisenspeicher des Körpers. Liegt dieser Wert zu niedrig, bedeutet das, dass die Eisenreserven erschöpft oder stark reduziert sind. Ein niedriger Ferritinwert kann bereits auftreten, bevor sich ein klinisch manifester Eisenmangel entwickelt.
Die Referenzbereiche für Ferritin können je nach Labor und Personengruppe leicht variieren. Als allgemeine Orientierung gelten folgende Werte:
Werte unterhalb von 12–15 µg/l gelten in der Regel als eindeutig erniedrigt. Viele Experten empfehlen jedoch, einen Ferritinwert von mindestens 30–50 µg/l anzustreben, um eine optimale Versorgung sicherzustellen.
Ein zu niedriger Ferritinwert entsteht, wenn der Körper mehr Eisen verbraucht oder verliert, als er über die Nahrung aufnimmt. Häufige Ursachen sind:
Ein erniedrigter Ferritinwert kann sich durch verschiedene Beschwerden bemerkbar machen, die häufig unspezifisch sind und anderen Erkrankungen ähneln:
Die Diagnose eines niedrigen Ferritinwerts erfolgt durch eine einfache Blutuntersuchung. Neben dem Ferritinwert werden häufig weitere Eisenparameter bestimmt, um ein vollständiges Bild zu erhalten:
Wichtig: Ein niedriger Ferritinwert kann auch bei entzündlichen Erkrankungen schwierig zu interpretieren sein, da Entzündungen den Ferritinwert künstlich erhöhen können.
Eine eisenreiche Ernährung kann helfen, die Eisenspeicher wieder aufzufüllen. Besonders eisenreiche Lebensmittel sind:
Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen (Nicht-Hämeisen) wird durch gleichzeitigen Verzehr von Vitamin C deutlich verbessert. Kaffee, Tee und Milchprodukte hingegen können die Eisenaufnahme hemmen und sollten nicht zusammen mit eisenreichen Mahlzeiten konsumiert werden.
Bei einem deutlich erniedrigten Ferritinwert empfiehlt der Arzt häufig die Einnahme von Eisenpräparaten. Diese sind als orale Präparate (Tabletten, Kapseln, Tropfen) oder als intravenöse Infusion erhältlich. Die Wahl der Form richtet sich nach dem Schweregrad des Mangels und der individuellen Verträglichkeit. Häufige Nebenwirkungen oraler Eisenpräparate sind Übelkeit, Verstopfung oder dunkler Stuhlgang.
Liegt ein chronischer Blutverlust oder eine Resorptionsstörung vor, muss stets die zugrundeliegende Erkrankung behandelt werden. Nur so kann ein dauerhafter Ausgleich des Ferritinmangels erreicht werden.
Bei anhaltender Müdigkeit, starkem Haarausfall, Blässe oder anderen der oben genannten Symptome sollte ärztlicher Rat eingeholt und ein Blutbild inklusive Ferritinwert bestimmt werden. Die Selbstbehandlung mit hochdosierten Eisenpräparaten ohne ärztliche Kontrolle ist nicht empfehlenswert, da eine Eisenüberladung ebenfalls gesundheitsschädlich sein kann.
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