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Ferritinmangel beschreibt einen zu niedrigen Ferritinspiegel im Blut, was auf erschöpfte Eisenspeicher hinweist. Typische Symptome sind Müdigkeit, Haarausfall und Konzentrationsprobleme.
Ferritinmangel beschreibt einen zu niedrigen Ferritinspiegel im Blut, was auf erschöpfte Eisenspeicher hinweist. Typische Symptome sind Müdigkeit, Haarausfall und Konzentrationsprobleme.
Ferritin ist ein Speicherprotein, das Eisen in den Körperzellen bindet und bei Bedarf freisetzt. Der Ferritinspiegel im Blut gilt als wichtigster Marker für die körpereigenen Eisenreserven. Von einem Ferritinmangel spricht man, wenn der Ferritinwert im Blutserum unter den Normalbereich fällt – in der Regel unter 30 Mikrogramm pro Liter (µg/l) bei Erwachsenen, wobei die genauen Referenzwerte je nach Labor leicht variieren können. Ein Ferritinmangel kann bestehen, ohne dass bereits eine vollständige Eisenmangelanämie (Blutarmut durch Eisenmangel) vorliegt.
Ein Ferritinmangel entsteht, wenn die Eisenzufuhr oder -aufnahme den Bedarf des Körpers nicht deckt oder wenn übermäßig viel Eisen verloren geht. Häufige Ursachen sind:
Die Symptome eines Ferritinmangels sind oft unspezifisch und werden häufig anderen Ursachen zugeschrieben. Typische Beschwerden umfassen:
Die Diagnose eines Ferritinmangels erfolgt primär durch eine Blutuntersuchung. Der behandelnde Arzt bestimmt dabei den Ferritinwert im Serum. Ergänzend können weitere Parameter gemessen werden, um das Ausmaß des Eisenmangels zu beurteilen:
Da Ferritin auch ein Entzündungsmarker ist, können erhöhte Entzündungswerte (z. B. CRP) einen Ferritinmangel maskieren – der Wert erscheint dann fälschlicherweise normal oder erhöht.
Bei leichtem Ferritinmangel kann eine gezielte Ernährungsumstellung helfen. Eisenreiche Lebensmittel sind zum Beispiel rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte und Kürbiskerne. Die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C (z. B. ein Glas Orangensaft) verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen (Non-Häm-Eisen) erheblich. Kaffee, schwarzer Tee und Calcium hingegen können die Eisenresorption hemmen.
Bei stärkerem Mangel empfiehlt der Arzt häufig orale Eisenpräparate (z. B. Eisen(II)-Sulfat, Eisen(II)-Gluconat oder Eisen(III)-Verbindungen). Die Einnahme sollte idealerweise auf nüchternen Magen und mit etwas Vitamin C erfolgen. Häufige Nebenwirkungen sind Magenprobleme, Übelkeit und veränderte Stuhlfarbe.
Wenn orale Präparate nicht vertragen werden oder die Resorption im Darm gestört ist, kann Eisen auch intravenös (als Infusion) verabreicht werden. Dies ermöglicht eine schnellere und zuverlässigere Auffüllung der Eisenspeicher.
Essenziell ist immer die Suche und Behandlung der zugrunde liegenden Ursache – zum Beispiel die Behandlung einer Darmerkrankung oder die Abklärung starker Menstruationsblutungen.
Besonders häufig von einem Ferritinmangel betroffen sind:
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