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Die Ferritinspeichertherapie zielt darauf ab, die Ferritinspeicher des Körpers gezielt aufzufüllen oder zu regulieren, um einem Eisenmangel oder Eisenüberschuss entgegenzuwirken.
Die Ferritinspeichertherapie zielt darauf ab, die Ferritinspeicher des Körpers gezielt aufzufüllen oder zu regulieren, um einem Eisenmangel oder Eisenüberschuss entgegenzuwirken.
Die Ferritinspeichertherapie ist ein medizinisches Behandlungskonzept, das darauf abzielt, die Eisenspeicher des Körpers mithilfe des Speicherproteins Ferritin zu regulieren. Ferritin ist ein körpereigenes Protein, das Eisen in einer nicht-toxischen Form speichert und bei Bedarf wieder freisetzt. Ein gestörtes Gleichgewicht der Ferritinspeicher – entweder ein Mangel oder ein Überschuss – kann zu einer Vielzahl gesundheitlicher Beschwerden führen und erfordert eine gezielte therapeutische Intervention.
Ferritin kommt in nahezu allen Körperzellen vor, insbesondere in Leber, Milz und Knochenmark. Es dient als wichtigster Indikator für die Eisenspeicherkapazität des Organismus. Der Serum-Ferritinwert im Blut spiegelt die Größe der Eisenspeicher wider und ist ein zentraler Laborparameter in der Diagnostik von Eisenstoffwechselstörungen. Normale Referenzwerte liegen je nach Labor und Geschlecht typischerweise zwischen 15 und 300 µg/l.
Eine Ferritinspeichertherapie wird in verschiedenen klinischen Situationen eingesetzt:
Bei leichtem bis mittelgradigem Eisenmangel und gut verträglicher Magen-Darm-Funktion wird zunächst eine orale Eisentherapie bevorzugt. Eisenpräparate wie Eisensulfat, Eisenfumarat oder Eisengluconat werden in Tablettenform verabreicht. Die Aufnahme wird durch gleichzeitige Einnahme von Vitamin C verbessert, während Milchprodukte, Tee oder Kaffee die Resorption hemmen können.
Bei schwerem Eisenmangel, Unverträglichkeit gegenüber oralen Präparaten, Resorptionsstörungen (z. B. bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen) oder dringendem Bedarf wird Eisen intravenös verabreicht. Moderne Eisenpräparate wie Ferricarboxymaltose (Ferinject) oder Eisendextran ermöglichen eine schnelle und effektive Auffüllung der Ferritinspeicher unter medizinischer Überwachung.
Liegt eine Eisenüberladung vor – etwa bei der hereditären Hämochromatose – kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz:
Die Therapie wird durch regelmäßige Laborkontrollen begleitet. Zu den wichtigsten Parametern gehören:
Die Therapiedauer richtet sich nach dem Ausgangswert, der Ursache des Eisenmangels oder -überschusses sowie dem individuellen Ansprechen auf die Behandlung.
Orale Eisenpräparate können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Verstopfung oder dunklen Stuhlgang verursachen. Intravenöse Eisengaben können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen und sollten daher nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Eine unkontrollierte Eisensubstitution ohne entsprechende Indikation kann zu einer Eisenüberladung mit Organschäden führen und ist daher unbedingt zu vermeiden.
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