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Der Ferritinsynthesemarker ist ein diagnostischer Parameter zur Beurteilung der Eisenspeicherung und Ferritinproduktion im Körper. Er hilft, Eisenmangel und Eisenüberladung frühzeitig zu erkennen.
Der Ferritinsynthesemarker ist ein diagnostischer Parameter zur Beurteilung der Eisenspeicherung und Ferritinproduktion im Körper. Er hilft, Eisenmangel und Eisenüberladung frühzeitig zu erkennen.
Der Ferritinsynthesemarker bezeichnet einen labordiagnostischen Parameter, der Aufschluss über die Synthese (Produktion) von Ferritin im menschlichen Körper gibt. Ferritin ist das wichtigste intrazelluläre Eisenspeicherprotein und wird vor allem in Leber, Milz, Knochenmark und Muskeln gebildet. Der im Blut messbare Ferritinspiegel gilt als indirekter Marker für die Gesamteisenreserven des Körpers und spiegelt gleichzeitig die Aktivität der Ferritinsynthese wider.
Da Ferritin auch ein Akute-Phase-Protein ist, kann seine Konzentration im Blut bei Entzündungen, Infektionen oder bestimmten Erkrankungen unabhängig vom tatsächlichen Eisenstatus ansteigen. Die Interpretation des Ferritinsynthesemarkers muss daher stets im klinischen Gesamtkontext erfolgen.
Ferritin besteht aus einer Proteinhülle (Apoferritin) und einem Eisenkern, der bis zu 4.500 Eisenionen speichern kann. Die Synthese von Ferritin wird auf molekularer Ebene durch den intrazellulären Eisengehalt reguliert:
Die Regulation erfolgt über sogenannte Iron Response Elements (IRE) und Iron Regulatory Proteins (IRP), die die Translation der Ferritin-mRNA steuern.
Der Ferritinsynthesemarker – in der Praxis vor allem als Serumferritin gemessen – ist ein zentraler Bestandteil der Eisendiagnostik. Er wird eingesetzt zur:
Die Referenzbereiche für Serumferritin variieren je nach Labor, Alter und Geschlecht. Typische Orientierungswerte sind:
Ein niedriger Ferritinwert weist auf leere Eisenspeicher und möglichen Eisenmangel hin. Ein stark erhöhter Ferritinwert kann auf eine Eisenüberladung, aber auch auf eine Entzündungsreaktion, Lebererkrankung oder maligne Erkrankung hinweisen. Daher sollte der Ferritinsynthesemarker stets in Kombination mit weiteren Parametern wie Transferrinsättigung, Serumeisen und CRP (C-reaktives Protein) beurteilt werden.
Verschiedene Faktoren können die Ferritinsynthese und damit den messbaren Ferritinspiegel beeinflussen:
In der klinischen Praxis wird der Ferritinsynthesemarker regelmäßig im Rahmen von Blutuntersuchungen bestimmt. Besonders relevant ist er bei:
Die Kombination des Ferritinwertes mit dem löslichen Transferrinrezeptor (sTfR) erlaubt eine noch präzisere Beurteilung der Eisenspeicher, insbesondere wenn gleichzeitig Entzündungsreaktionen vorliegen.
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