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Ferroportin ist das einzige bekannte eisenexportierende Transportprotein im menschlichen Körper und spielt eine zentrale Rolle im Eisenstoffwechsel und der Eisenhomöostase.
Ferroportin ist das einzige bekannte eisenexportierende Transportprotein im menschlichen Körper und spielt eine zentrale Rolle im Eisenstoffwechsel und der Eisenhomöostase.
Ferroportin (auch bekannt als Ferroportin-1, FPN1 oder SLC40A1) ist ein transmembranes Transportprotein, das als einziger bekannter Eisenexporter in menschlichen Zellen fungiert. Es ist essenziell für die Regulierung des Eisenhaushalts im Körper und kommt vor allem in Zellen vor, die Eisen aufnehmen, speichern oder freisetzen – darunter Darmepithelzellen, Makrophagen und Hepatozyten (Leberzellen).
Ferroportin ist in verschiedenen Geweben und Zelltypen exprimiert:
Ohne funktionsfähiges Ferroportin würde Eisen in den Zellen akkumulieren und könnte nicht in den Blutkreislauf gelangen, was zu einem systemischen Eisenmangel führt – trotz ausreichender zellulärer Eisenspeicher.
Die Aktivität von Ferroportin wird maßgeblich durch das Leberhormon Hepcidin reguliert. Hepcidin ist der zentrale Regulator des Eisenstoffwechsels:
Diese Hepcidin-Ferroportin-Achse ist ein hochpräzises Regelsystem, das verhindert, dass der Körper zu wenig oder zu viel Eisen im Blut zirkulieren lässt.
Mutationen im SLC40A1-Gen, das für Ferroportin kodiert, können zu einer erblichen Eisenspeicherkrankheit führen, die als Ferroportin-Erkrankung oder Hämochromatose Typ 4 bezeichnet wird. Es werden zwei Varianten unterschieden:
Bei chronischen Entzündungskrankheiten (z. B. rheumatoide Arthritis, chronische Nierenerkrankung, Tumorerkrankungen) ist der Hepcidin-Spiegel dauerhaft erhöht. Dies führt zu einem verstärkten Abbau von Ferroportin, wodurch Eisen in Makrophagen und anderen Zellen eingeschlossen wird und nicht mehr für die Blutbildung zur Verfügung steht. Die Folge ist eine Anämie der chronischen Erkrankung (auch: funktioneller Eisenmangel).
Die Hepcidin-Ferroportin-Achse ist ein wichtiger Ansatzpunkt für neue Therapien bei Eisenstoffwechselstörungen. So werden derzeit Hepcidin-Antagonisten und Ferroportin-Aktivatoren klinisch erforscht, um z. B. die Anämie bei chronischen Erkrankungen zu behandeln. Ein Beispiel ist Vamifeport, ein oraler Ferroportin-Stabilisator, der verhindert, dass Hepcidin Ferroportin abbaut.
Bei Verdacht auf eine Ferroportin-Erkrankung werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
Die Differenzierung zwischen Typ 4A und Typ 4B ist klinisch relevant, da beide Varianten unterschiedliche Behandlungsstrategien erfordern.
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