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Fetopathie bezeichnet Erkrankungen oder Schädigungen des Fetus, die während der Fetalperiode entstehen und Organe sowie die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen können.
Fetopathie bezeichnet Erkrankungen oder Schädigungen des Fetus, die während der Fetalperiode entstehen und Organe sowie die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen können.
Der Begriff Fetopathie (auch: Fötopathie) bezeichnet Erkrankungen, Fehlbildungen oder funktionelle Störungen, die den Fetus – also das ungeborene Kind ab der 9. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt – betreffen. Im Unterschied zur Embryopathie, die Schäden in der frühen Entwicklungsphase (bis zur 8. Woche) beschreibt, entstehen Fetopathien in der späteren Schwangerschaft, wenn die Organe bereits angelegt, aber noch nicht vollständig ausgereift sind.
Fetopathien können durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, die während der Schwangerschaft auf den Fetus einwirken:
Bei schlecht eingestelltem Schwangerschaftsdiabetes oder vorbestehendem Diabetes der Mutter gelangt zu viel Glukose über die Plazenta zum Fetus. Dieser produziert daraufhin vermehrt Insulin, was zu einem übermäßigen Wachstum (Makrosomie) führt. Betroffene Neugeborene sind oft groß und schwer, können jedoch nach der Geburt unter Unterzuckerung (neonatale Hypoglykämie), Atemstörungen und anderen Komplikationen leiden.
Erreger wie Rötelnvirus, Zytomegalievirus, Toxoplasma gondii oder Treponema pallidum (Syphilis) können je nach Infektionszeitpunkt unterschiedlich schwere Schäden an Gehirn, Augen, Ohren, Herz und Leber des Fetus verursachen. Besonders gefährlich sind Erstinfektionen der Mutter während der Schwangerschaft.
Alkohol ist ein direktes Zellgift. Regelmäßiger oder starker Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann beim Kind zu geistiger Behinderung, Wachstumsstörungen, charakteristischen Gesichtsfehlbildungen und Verhaltensauffälligkeiten führen – dem sogenannten fetalen Alkoholsyndrom (FAS).
Die Ausprägung einer Fetopathie ist stark vom verursachenden Faktor, dem Zeitpunkt der Einwirkung und der Intensität der Schädigung abhängig. Mögliche Folgen umfassen:
Die Diagnose einer Fetopathie kann pränatal (vor der Geburt) oder postnatal (nach der Geburt) gestellt werden:
Die Behandlung richtet sich nach der Grundursache und den vorhandenen Schäden. Viele Fetopathien sind nur symptomatisch behandelbar, da strukturelle Schäden nicht rückgängig gemacht werden können. Daher hat die Prävention höchste Priorität:
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