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Fetozid bezeichnet den gezielten medizinischen Eingriff zur Beendigung des Lebens eines Fetus, meist im Rahmen eines Spätabbruchs oder einer Fetozidreduktion bei Mehrlingsschwangerschaften.
Fetozid bezeichnet den gezielten medizinischen Eingriff zur Beendigung des Lebens eines Fetus, meist im Rahmen eines Spätabbruchs oder einer Fetozidreduktion bei Mehrlingsschwangerschaften.
Der Begriff Fetozid (auch: Fetizid) bezeichnet einen medizinischen Eingriff, bei dem das Leben eines Fetus im Mutterleib gezielt beendet wird. Dies geschieht in der Regel durch die Injektion einer herzstillenden Substanz – häufig Kaliumchlorid oder Digoxin – direkt in das fetale Herz oder die Nabelschnur. Der Fetozid wird immer von erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten unter Ultraschallkontrolle durchgeführt.
Ein Fetozid wird in spezifischen medizinischen Situationen eingesetzt, insbesondere:
Der Eingriff erfolgt unter Ultraschallkontrolle und wird in der Regel ambulant oder stationär in einem spezialisierten Zentrum durchgeführt. Die am häufigsten verwendeten Substanzen sind:
Nach dem Eingriff wird durch Ultraschall bestätigt, dass keine fetale Herzaktivität mehr vorhanden ist. Bei selektiver Fetozidreduktion wird der verbleibende bzw. die verbleibenden Feten engmaschig überwacht.
Der Fetozid ist ein medizinisch und ethisch vielschichtiges Thema. In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch nach der 12. Woche nur unter strengen Voraussetzungen – insbesondere bei medizinischer oder kriminologischer Indikation – zulässig. Der Fetozid stellt in diesen Fällen einen Teil des Gesamteingriffs dar und unterliegt entsprechenden rechtlichen Regelungen. Ärztinnen und Ärzte, die aus Gewissensgründen einen solchen Eingriff ablehnen, sind gesetzlich nicht zur Durchführung verpflichtet.
International variieren die gesetzlichen Regelungen erheblich. In vielen Ländern ist der Fetozid nur unter klar definierten medizinischen Indikationen erlaubt und erfordert eine interdisziplinäre Beratung sowie eine informierte Einwilligung der Patientin.
Für betroffene Familien ist die Entscheidung zu einem Fetozid mit erheblichen emotionalen Belastungen verbunden. Eine umfassende psychosoziale Beratung vor und nach dem Eingriff ist ein wesentlicher Bestandteil der Versorgung. Spezialisierte Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen können Betroffenen helfen, die psychischen Folgen zu verarbeiten.
Wie bei jedem invasiven Eingriff in der Schwangerschaft bestehen Risiken, darunter:
Das Risikoprofil hängt vom Gestationsalter, der Anzahl der Feten und den individuellen gesundheitlichen Umständen ab.
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