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Fettsäureoxidationsmarker sind biochemische Messgrößen, die den Abbau von Fettsäuren im Körper anzeigen. Sie helfen Ärzten, Stoffwechselerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.
Fettsäureoxidationsmarker sind biochemische Messgrößen, die den Abbau von Fettsäuren im Körper anzeigen. Sie helfen Ärzten, Stoffwechselerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu überwachen.
Fettsäureoxidationsmarker sind biochemische Parameter im Blut, Urin oder Gewebe, die Auskunft über den Ablauf und die Effizienz der Fettsäureoxidation im menschlichen Körper geben. Die Fettsäureoxidation – auch Beta-Oxidation genannt – ist ein zentraler Stoffwechselprozess, bei dem Fettsäuren in den Mitochondrien der Zellen schrittweise zu Acetyl-CoA abgebaut und zur Energiegewinnung genutzt werden. Fettsäureoxidationsmarker ermöglichen es medizinischem Fachpersonal, Störungen in diesem Prozess zu erkennen, zu diagnostizieren und den Therapieerfolg zu kontrollieren.
Fettsäuren sind wichtige Energielieferanten, insbesondere bei längerem Fasten, körperlicher Belastung und in bestimmten Organen wie Herz und Skelettmuskulatur. Der Abbau erfolgt in mehreren Schritten:
Ist dieser Prozess gestört, häufen sich Fettsäuren und ihre Zwischenprodukte im Körper an, was zu schweren Stoffwechselerkrankungen führen kann.
Acylcarnitine sind die am häufigsten bestimmten Fettsäureoxidationsmarker. Sie entstehen als Zwischenprodukte beim Transport von Fettsäuren in die Mitochondrien. Ein erhöhter Acylcarnitinspiegel im Blut oder Urin weist auf eine Blockade der Beta-Oxidation hin. Mittels Tandem-Massenspektrometrie können verschiedene Acylcarnitinmuster unterschiedlichen Enzymdefekten zugeordnet werden.
Bei gestörter Fettsäureoxidation reichern sich spezifische organische Säuren im Urin an, wie beispielsweise Dicarboxylsäuren (z. B. Adipinsäure, Sebacinsäure, Suberinsäure). Deren Nachweis durch Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) ist ein wichtiger diagnostischer Schritt.
Im Nüchternzustand oder bei erhöhtem Energiebedarf werden vermehrt freie Fettsäuren freigesetzt. Können diese nicht ausreichend oxidiert werden, kommt es zu einer Dysbalance zwischen freien Fettsäuren und Ketonkörpern im Blut – ein typischer Befund bei Fettsäureoxidationsstörungen.
Ein erniedrigter freier Carnitinspiegel in Kombination mit erhöhten Acylcarnitinen (niedriges freies-Carnitin-zu-Acylcarnitin-Verhältnis) ist ein sensitiver Hinweis auf Fettsäureoxidationsstörungen.
Bei bestimmten Fettsäureoxidationsstörungen, die vorwiegend die Muskulatur betreffen (z. B. VLCAD-Mangel), kann die Kreatinkinase im Blut erhöht sein, was auf Muskelschäden hinweist.
Die Bestimmung von Fettsäureoxidationsmarkern ist in folgenden klinischen Situationen indiziert:
Zur Bestimmung der Fettsäureoxidationsmarker kommen verschiedene Laborverfahren zum Einsatz:
Fettsäureoxidationsmarker spielen eine zentrale Rolle bei der Diagnose von angeborenen Stoffwechselerkrankungen wie:
Darüber hinaus sind Fettsäureoxidationsmarker auch im Kontext von Herzerkrankungen, Diabetes mellitus und metabolischem Syndrom von wissenschaftlichem Interesse.
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