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Fetuin A ist ein Körpereiweiß, das hauptsächlich in der Leber gebildet wird und wichtige Funktionen bei der Hemmung von Kalziumablagerungen sowie bei Stoffwechselprozessen übernimmt.
Fetuin A ist ein Körpereiweiß, das hauptsächlich in der Leber gebildet wird und wichtige Funktionen bei der Hemmung von Kalziumablagerungen sowie bei Stoffwechselprozessen übernimmt.
Fetuin A (auch Fetuin-A genannt) ist ein Glykoprotein – also ein Eiweißmolekül, das mit Zuckerresten verbunden ist – das hauptsächlich in der Leber produziert und in die Blutbahn abgegeben wird. Es gehört zur Familie der Cystatin-Superfamilie und wird wissenschaftlich auch als Alpha-2-Heremans-Schmid-Glykoprotein (AHSG) bezeichnet. Fetuin A ist vor allem im Blutserum nachweisbar und erfüllt dort eine Vielzahl von regulatorischen Aufgaben.
Fetuin A übernimmt im Körper mehrere wichtige Funktionen:
Erhöhte Fetuin-A-Spiegel im Blut sind mit einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und Herzerkrankungen assoziiert. Paradoxerweise kann ein niedriger Fetuin-A-Spiegel bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ebenfalls ein Risikofaktor für Gefäßverkalkungen sein, da dann die Schutzfunktion gegen Kalziumablagerungen fehlt.
Zahlreiche Studien zeigen, dass erhöhte Fetuin-A-Konzentrationen im Blut mit einer verringerten Insulinsensitivität zusammenhängen. Fetuin A hemmt die Signalkette des Insulinrezeptors und fördert so die Entstehung einer Insulinresistenz, die als Vorläufer von Typ-2-Diabetes gilt.
Da Fetuin A in der Leber synthetisiert wird, spiegeln veränderte Fetuin-A-Spiegel häufig den Zustand der Leber wider. Bei einer Fettleber ist die Fetuin-A-Produktion oft erhöht, was wiederum Entzündungen und Insulinresistenz fördern kann.
Patienten mit chronischer Nierenerkrankung haben häufig niedrige Fetuin-A-Spiegel. Da Fetuin A die Verkalkung von Blutgefäßen verhindert, erhöht ein Mangel das Risiko für Gefäß- und Herzklappenkalkablagerungen erheblich.
In der modernen Medizin wird Fetuin A zunehmend als Biomarker eingesetzt. Ein Biomarker ist ein messbarer Körperwert, der Rückschlüsse auf Gesundheitszustand oder Krankheitsrisiko erlaubt. Die Bestimmung des Fetuin-A-Spiegels im Blut kann Hinweise auf folgende Zustände geben:
Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten die Fetuin-A-Spiegel beeinflussen können. Eine kalorienreiche Ernährung, insbesondere mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren und Zucker, kann die Fetuin-A-Produktion steigern. Umgekehrt können Gewichtsreduktion und eine mediterrane Ernährungsweise die Spiegel senken und damit das Risiko für Stoffwechselerkrankungen reduzieren.
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