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Die fibröse Dysplasie ist eine seltene Knochenerkrankung, bei der normales Knochengewebe durch faseriges Bindegewebe ersetzt wird. Sie kann einen oder mehrere Knochen betreffen und zu Schmerzen, Verformungen und Frakturen führen.
Die fibröse Dysplasie ist eine seltene Knochenerkrankung, bei der normales Knochengewebe durch faseriges Bindegewebe ersetzt wird. Sie kann einen oder mehrere Knochen betreffen und zu Schmerzen, Verformungen und Frakturen führen.
Die fibröse Dysplasie (englisch: fibrous dysplasia) ist eine seltene, nicht erbliche Erkrankung des Skeletts. Dabei wird normales Knochengewebe durch ein faseriges, bindegewebiges Material ersetzt, das nicht die gleiche Stabilität wie gesunder Knochen besitzt. Die Erkrankung entsteht durch eine spontane Mutation im GNAS1-Gen, welches das Signalprotein Gαs kodiert. Diese Mutation führt dazu, dass sich unreife Knochenzellen (Osteozyten-Vorläufer) nicht normal zu reifem Knochengewebe entwickeln können.
Die Erkrankung kann monoostotisch (nur ein Knochen betroffen) oder polyostotisch (mehrere Knochen betroffen) auftreten. In seltenen Fällen ist die fibröse Dysplasie Teil des McCune-Albright-Syndroms, das zusätzlich Hautveränderungen (Café-au-lait-Flecken) und hormonelle Störungen umfasst.
Die fibröse Dysplasie wird durch eine erworbene, somatische Mutation im GNAS1-Gen auf Chromosom 20q13 verursacht. Diese Mutation tritt nicht in der Keimbahn auf und wird daher nicht vererbt. Sie entsteht zufällig während der frühen Embryonalentwicklung. Je nachdem, wann diese Mutation auftritt, sind mehr oder weniger Zellen und Körperregionen betroffen.
Die Symptome der fibrösen Dysplasie sind abhängig davon, welche Knochen betroffen sind und wie ausgeprägt die Veränderungen sind. Häufige Beschwerden sind:
Bei vielen Patienten, insbesondere bei der monoostotären Form, kann die Erkrankung auch vollständig symptomlos verlaufen und wird nur zufällig bei einer Bildgebungsuntersuchung entdeckt.
Die Diagnose der fibrösen Dysplasie erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, bildgebenden Verfahren und gegebenenfalls einer Gewebeprobe (Biopsie).
Eine heilende Behandlung der fibrösen Dysplasie existiert bisher nicht. Die Therapie zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, Frakturen zu verhindern und Fehlstellungen zu korrigieren.
Bisphosphonate (z. B. Pamidronat, Zoledronsäure) werden eingesetzt, um den Knochenabbau zu hemmen und Schmerzen zu reduzieren. Sie gelten als Mittel der ersten Wahl bei symptomatischen Patienten. Studien zeigen, dass Bisphosphonate die Knochendichte im betroffenen Bereich verbessern und die Schmerzintensität verringern können.
Operative Maßnahmen sind bei schweren Verformungen, pathologischen Frakturen oder drohenden Komplikationen indiziert. Mögliche Eingriffe umfassen:
Die fibröse Dysplasie ist in der Regel eine lebenslange Erkrankung. Die Läsionen können während des Wachstums fortschreiten und stabilisieren sich häufig nach Abschluss des Knochenwachstums. Die Prognose hängt stark von der Ausdehnung und Lokalisation der Erkrankung ab. Eine maligne Entartung (bösartige Umwandlung) ist möglich, aber sehr selten (weniger als 1 % der Fälle).
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