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Die Fibulaosteosynthese ist ein chirurgischer Eingriff zur operativen Stabilisierung von Wadenbeinfrakturen mittels Platten, Schrauben oder Nägeln.
Die Fibulaosteosynthese ist ein chirurgischer Eingriff zur operativen Stabilisierung von Wadenbeinfrakturen mittels Platten, Schrauben oder Nägeln.
Die Fibulaosteosynthese bezeichnet eine operative Methode zur Versorgung von Brüchen des Wadenbeins (Fibula). Dabei werden die Knochenfragmente mithilfe von metallischen Implantaten wie Platten, Schrauben oder intramedullären Nägeln in ihrer korrekten anatomischen Position fixiert, um eine stabile Knochenbruchheilung zu ermöglichen. Die Fibula ist der dünnere der beiden Unterschenkelknochen und spielt eine wichtige Rolle für die Stabilität des Sprunggelenks.
Eine Fibulaosteosynthese wird vor allem dann durchgeführt, wenn konservative Maßnahmen wie Ruhigstellung im Gips nicht ausreichen, um eine regelrechte Knochenstellung zu gewährleisten. Typische Indikationen sind:
Je nach Frakturtyp und Lokalisation kommen verschiedene operative Techniken zum Einsatz:
Bei der Plattenosteosynthese wird eine Metallplatte (meist aus Titan oder Edelstahl) entlang der Fibula platziert und mit Schrauben im Knochen verankert. Diese Technik bietet eine hohe Stabilität und ist die am häufigsten angewandte Methode bei distalen Fibulafrakturen im Bereich des Sprunggelenks.
Bei einfachen schrägen oder spiralförmigen Frakturen kann eine alleinige Zugschraubenosteosynthese ausreichend sein. Dabei werden die Fragmente durch eine oder mehrere Schrauben komprimiert und fixiert.
Die intramedulläre Nagelung wird bei bestimmten Frakturmustern eingesetzt, bei denen ein dünner Nagel durch den Markraum der Fibula eingeführt wird. Diese Methode ist weniger invasiv als die Plattenosteosynthese.
Bei gleichzeitiger Verletzung der Syndesmose (dem Bandapparat zwischen Fibula und Tibia) wird zusätzlich eine Stellschraube eingebracht, um die korrekte anatomische Beziehung der beiden Unterschenkelknochen wiederherzustellen.
Vor der Operation werden bildgebende Verfahren eingesetzt, um die Fraktur genau zu beurteilen:
Anhand der Befunde erfolgt die Klassifikation der Fraktur, z. B. nach der Weber-Klassifikation oder der AO-Klassifikation, die maßgeblich die Wahl des operativen Verfahrens beeinflusst.
Der Eingriff erfolgt in der Regel in Spinal- oder Vollnarkose. Über einen Hautschnitt an der Außenseite des Unterschenkels werden die Knochenfragmente freigelegt, reponiert (in die richtige Position gebracht) und anschließend mit den entsprechenden Implantaten fixiert. Die Operation dauert je nach Komplexität zwischen 30 und 90 Minuten.
Nach der Operation ist eine strukturierte Nachbehandlung entscheidend für den Heilungserfolg:
Die Metallimplantate verbleiben in der Regel mindestens 12 bis 18 Monate im Knochen. Bei jüngeren, sportlich aktiven Patienten oder bei Beschwerden durch das Implantat kann eine spätere Metallentfernung erfolgen.
Wie bei jedem operativen Eingriff sind auch bei der Fibulaosteosynthese Komplikationen möglich, auch wenn diese insgesamt selten auftreten:
Bei unkomplizierten Fibulafrakturen, die korrekt operativ versorgt werden, ist die Prognose in der Regel sehr gut. Die meisten Patienten erreichen nach abgeschlossener Rehabilitation eine vollständige Wiederherstellung der Sprunggelenksfunktion. Komplexere Verletzungen mit Beteiligung mehrerer Strukturen können einen längeren Heilungsverlauf erfordern.
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