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Flupirtin ist ein zentral wirkendes Analgetikum zur Behandlung akuter Schmerzen. Es gehört zur Gruppe der selektiven Neuronalen Kaliumkanal-Öffner (SNEPCO).
Flupirtin ist ein zentral wirkendes Analgetikum zur Behandlung akuter Schmerzen. Es gehört zur Gruppe der selektiven Neuronalen Kaliumkanal-Öffner (SNEPCO).
Flupirtin ist ein zentral wirkendes Schmerzmittel (Analgetikum), das zur Behandlung von akuten Schmerzen eingesetzt wird. Es gehört zur Wirkstoffklasse der selektiven neuronalen Kaliumkanal-Öffner (englisch: SNEPCO – Selective Neuronal Potassium Channel Opener). Flupirtin ist weder ein Opioid noch ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) und verfügt über einen einzigartigen Wirkmechanismus.
In Deutschland war Flupirtin unter dem Handelsnamen Katadolon bekannt. Aufgrund von Sicherheitsbedenken, insbesondere in Bezug auf Leberschäden, wurde die Zulassung in der Europäischen Union im Jahr 2018 weitgehend eingeschränkt bzw. zurückgezogen.
Flupirtin wirkt über mehrere Mechanismen im zentralen Nervensystem:
Flupirtin wurde primär eingesetzt bei:
Aufgrund des muskelrelaxierenden Effekts fand es besonders Anwendung bei schmerzhaften Muskelverspannungen.
Flupirtin war in Form von Kapseln, Suppositorien (Zäpfchen) und Injektionslösungen erhältlich. Die übliche Dosierung bei Erwachsenen betrug 100 mg bis 200 mg, drei- bis viermal täglich, je nach Schmerzstärke. Die maximale Tagesdosis sollte 600 mg nicht überschreiten.
Die Anwendungsdauer war auf maximal zwei Wochen begrenzt, da bei längerem Einsatz das Risiko für Lebertoxizität deutlich ansteigt.
Flupirtin kann eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen:
Flupirtin durfte nicht angewendet werden bei:
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) leitete 2013 ein Risikobewertungsverfahren für Flupirtin ein, nachdem Berichte über schwere Leberschäden häufiger wurden. Das Ergebnis war eine drastische Einschränkung der Anwendungsdauer auf zwei Wochen sowie eine Empfehlung zur regelmäßigen Leberwert-Kontrolle. Im Jahr 2018 wurde die Zulassung von Flupirtin in der EU schließlich vollständig zurückgezogen, da der Nutzen die Risiken nicht mehr überwog.
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