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Das follikuläre Lymphom ist eine langsam wachsende Form des Non-Hodgkin-Lymphoms, die von B-Lymphozyten ausgeht. Es zählt zu den häufigsten indolenten Lymphomen.
Das follikuläre Lymphom ist eine langsam wachsende Form des Non-Hodgkin-Lymphoms, die von B-Lymphozyten ausgeht. Es zählt zu den häufigsten indolenten Lymphomen.
Das follikuläre Lymphom (FL) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems und gehört zur Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome. Es entsteht aus entarteten B-Lymphozyten – einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen – die sich unkontrolliert vermehren und follikuläre Strukturen (knotige Muster) im Lymphknoten bilden. Das follikuläre Lymphom wird als indolentes Lymphom eingestuft, was bedeutet, dass es in der Regel langsam wächst und oft über Jahre symptomfrei verlaufen kann.
Mit einem Anteil von etwa 20–25 % aller Non-Hodgkin-Lymphome zählt das follikuläre Lymphom zu den häufigsten Lymphomformen bei Erwachsenen. Es tritt vorwiegend im höheren Lebensalter auf, der Altersgipfel liegt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr.
Die genauen Ursachen des follikulären Lymphoms sind noch nicht vollständig geklärt. In den meisten Fällen liegt eine charakteristische chromosomale Veränderung vor:
Das follikuläre Lymphom verläuft häufig über längere Zeit ohne Beschwerden und wird manchmal als Zufallsbefund entdeckt. Mögliche Symptome umfassen:
Die Diagnose des follikulären Lymphoms erfordert mehrere Untersuchungsschritte:
Die Lymphknotenbiopsie mit anschließender histologischer und immunhistochemischer Analyse ist der Goldstandard der Diagnose. Sie zeigt das typische follikuläre Wachstumsmuster und den charakteristischen Immunphänotyp (z. B. CD10+, BCL-2+, CD20+).
Zur Bestimmung der Ausbreitung der Erkrankung (Staging) werden eingesetzt:
Blutbild, LDH (Laktatdehydrogenase), Beta-2-Mikroglobulin und weitere Laborwerte helfen bei der Risikoabschätzung und Verlaufskontrolle.
Das follikuläre Lymphom wird in drei Maligniitätsgrade eingeteilt (Grad 1, 2 und 3a = indolent; Grad 3b = aggressiver, wird ähnlich wie ein diffus großzelliges B-Zell-Lymphom behandelt).
Die Therapie des follikulären Lymphoms richtet sich nach dem Stadium, dem Grad und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.
Bei asymptomatischen Patienten im frühen oder fortgeschrittenen Stadium ohne Behandlungsindikation kann zunächst ein aktives Beobachten ohne Therapie erfolgen, da eine sofortige Behandlung das Überleben in dieser Gruppe nicht verbessert.
Bei Behandlungsindikation ist die Immunchemotherapie die Standardbehandlung. Diese kombiniert:
Im frühen Stadium (Stadium I und II) kann eine alleinige Strahlentherapie bei lokal begrenztem Befall kurativ eingesetzt werden.
Das follikuläre Lymphom ist in der Regel nicht heilbar, aber gut behandelbar. Viele Patienten leben über viele Jahre mit der Erkrankung. Die 10-Jahres-Überlebensrate liegt bei etwa 60–80 %. Risikoabschätzungen erfolgen mithilfe des Follikulären Lymphom Internationalen Prognose-Index (FLIPI), der Alter, Stadium, Anzahl betroffener Lymphknotenregionen, Hämoglobinwert und LDH-Spiegel berücksichtigt. In seltenen Fällen (ca. 3–5 % pro Jahr) kann sich das follikuläre Lymphom in ein aggressiveres Lymphom umwandeln (Transformation).
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