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Das Foramen costotransversarium ist eine anatomische Öffnung zwischen Rippe und Querfortsatz eines Brustwirbels. Es ermöglicht den Durchtritt von Bändern und Nerven im thorakalen Wirbelsäulenbereich.
Das Foramen costotransversarium ist eine anatomische Öffnung zwischen Rippe und Querfortsatz eines Brustwirbels. Es ermöglicht den Durchtritt von Bändern und Nerven im thorakalen Wirbelsäulenbereich.
Das Foramen costotransversarium (auch Foramen costotransversale) bezeichnet eine anatomische Öffnung, die zwischen dem Hals einer Rippe (Collum costae) und dem Querfortsatz (Processus transversus) des entsprechenden Brustwirbelkörpers gebildet wird. Diese Lücke entsteht durch die räumliche Anordnung der knöchernen Strukturen im Bereich der thorakalen Wirbelsäule und gehört zur funktionellen Einheit der kostotransversalen Gelenke.
Das Foramen findet sich an jedem der zwölf Brustwirbel (Th1–Th12) beidseits der Wirbelsäule und ist Teil des komplexen Rippenwirbel-Gelenkapparates, der die Stabilität des Brustkorbs und die Atembewegungen gewährleistet.
Durch das Foramen costotransversarium verläuft das Ligamentum costotransversarium (auch in verschiedenen Anteilen als Ligamentum costotransversarium superius und Ligamentum costotransversarium laterale beschrieben). Dieses Band verbindet den Rippenhals mit dem Querfortsatz und sichert das Articulatio costotransversaria (kostotransversales Gelenk), das die Bewegung der Rippe bei der Atmung koordiniert.
Das Foramen costotransversarium ist in verschiedenen klinischen Zusammenhängen von Bedeutung:
Entzündliche oder degenerative Veränderungen der kostotransversalen Gelenke können zu lokalem Rückenschmerz oder ausstrahlenden Schmerzen im Bereich der Rippen führen (kostotransversales Schmerzsyndrom). Im Rahmen der interventionellen Schmerztherapie werden kostotransversale Gelenkblockaden durchgeführt, bei denen ein Lokalanästhetikum gezielt in die Gelenkregion injiziert wird. Das Foramen costotransversarium dient dabei als wichtige anatomische Leitstruktur.
Bei der Anlage einer Interkostalnervblockade zur Schmerztherapie (z. B. nach Rippenbrüchen oder bei Herpes zoster) ist die genaue Kenntnis der umliegenden Strukturen, einschließlich des Foramen costotransversarium, essenziell, um Komplikationen wie einen Pneumothorax zu vermeiden.
In der bildgebenden Diagnostik, insbesondere in der Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) der Brustwirbelsäule, ist das Foramen costotransversarium ein wichtiger Orientierungspunkt. Pathologische Veränderungen, wie eine Einengung des Foramens durch Osteophyten (knöcherne Anbauten), Frakturen oder entzündliche Prozesse, können diagnostisch relevant sein.
Bei der Spondylitis tuberculosa (Pott-Krankheit) kann sich ein sogenannter Senkungsabszess entlang der Wirbelsäule ausbreiten. Die anatomische Region um das Foramen costotransversarium kann dabei als Ausbreitungsweg dienen, was bei der Operationsplanung berücksichtigt werden muss.
Das Foramen costotransversarium wird während der embryonalen Entwicklung durch die Differenzierung der Wirbelbögen und der Rippensegmente angelegt. Anatomische Varianten in Größe und Form des Foramens sind möglich und können die klinische Relevanz bei Interventionen beeinflussen. An den unteren Brustwirbeln (Th11, Th12), die sogenannte freie Rippen tragen, ist das kostotransversale Gelenk weniger ausgeprägt oder fehlt, wodurch das Foramen dort anatomisch variiert.
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