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Fremdkörperaspiration bezeichnet das versehentliche Einatmen eines Gegenstands in die Atemwege. Besonders Kleinkinder sind betroffen. Schnelles Handeln kann lebensrettend sein.
Fremdkörperaspiration bezeichnet das versehentliche Einatmen eines Gegenstands in die Atemwege. Besonders Kleinkinder sind betroffen. Schnelles Handeln kann lebensrettend sein.
Eine Fremdkörperaspiration bezeichnet das unbeabsichtigte Einatmen (Aspirieren) eines festen oder flüssigen Fremdkörpers in die Atemwege. Der Fremdkörper kann dabei in der Luftröhre (Trachea), den Bronchien oder tiefer in der Lunge zum Liegen kommen. Dies stellt einen medizinischen Notfall dar, der unbehandelt zu Erstickung oder schwerwiegenden Lungenschäden führen kann.
Eine Fremdkörperaspiration kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten, bestimmte Personengruppen sind jedoch besonders gefährdet:
Typische aspirierte Gegenstände bei Kindern sind Nüsse (besonders Erdnüsse), Spielzeugteile, Münzen und Knöpfe. Bei Erwachsenen handelt es sich häufig um Nahrungsmittelstücke oder Zahnprothesen.
Die Symptome einer Fremdkörperaspiration hängen davon ab, wo der Fremdkörper steckt und wie groß er ist:
Bei kleinen Fremdkörpern, die tiefer in die Lunge gelangen, können die akuten Symptome nachlassen und erst nach Tagen oder Wochen erneut auftreten – dann oft in Form von wiederkehrenden Lungenentzündungen oder anhaltendem Husten.
Die Diagnose einer Fremdkörperaspiration erfolgt durch verschiedene Untersuchungen:
Oft gibt die Krankengeschichte (z. B. plötzlicher Hustenreiz beim Spielen oder Essen) erste wichtige Hinweise. Der Arzt hört die Lunge mit dem Stethoskop ab (Auskultation).
Ein Röntgenbild des Brustkorbs kann röntgendichte Fremdkörper (z. B. Münzen, Metallteile) sichtbar machen. Bei nicht röntgendichten Körpern (z. B. Nüsse, Plastik) können indirekte Zeichen wie eine Überblähung des betroffenen Lungenabschnitts auffallen. In unklaren Fällen wird eine Computertomographie (CT) eingesetzt.
Die Bronchoskopie ist das Goldstandardverfahren zur Diagnose und gleichzeitigen Behandlung. Dabei wird ein flexibles oder starres Endoskop über die Atemwege geführt, um den Fremdkörper direkt zu visualisieren und zu entfernen.
Wenn eine Person husten kann, sollte sie aktiv zum kräftigen Husten aufgefordert werden, da Husten der wirksamste Mechanismus zur Befreiung der Atemwege ist. Ist die Person nicht mehr in der Lage zu husten oder zeigt sie starke Atemnot, kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz:
Im klinischen Umfeld ist die starre oder flexible Bronchoskopie die Methode der Wahl zur Entfernung des Fremdkörpers. In sehr seltenen Fällen, wenn eine bronchoskopische Entfernung nicht möglich ist, kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Nach der Entfernung wird der Patient überwacht und bei Bedarf mit Antibiotika oder entzündungshemmenden Mitteln behandelt, um Folgeinfektionen zu verhindern.
Viele Fremdkörperaspirationen lassen sich durch einfache Vorsichtsmaßnahmen verhindern:
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