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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die das Gehirn und die Hirnhäute befallen kann. Eine Schutzimpfung ist möglich.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die das Gehirn und die Hirnhäute befallen kann. Eine Schutzimpfung ist möglich.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Infektionskrankheit des zentralen Nervensystems, die durch das FSME-Virus verursacht wird. Das Virus gehört zur Familie der Flaviviridae und wird hauptsächlich durch den Stich infizierter Zecken – vor allem der Gemeinen Holzzecke (Ixodes ricinus) – auf den Menschen übertragen. Die Erkrankung tritt bevorzugt in den Monaten April bis November auf und kommt vorwiegend in bestimmten Risikogebieten Mittel- und Osteuropas sowie Asiens vor.
Die Übertragung des FSME-Virus erfolgt in der Regel innerhalb weniger Minuten nach dem Zeckenstich, da sich das Virus bereits in den Speicheldrüsen der Zecke befindet. Ein schnelles Entfernen der Zecke kann das Infektionsrisiko daher nur begrenzt reduzieren. Selten kann eine Übertragung auch über den Genuss von nicht pasteurisierter Rohmilch infizierter Tiere (Ziegen, Schafe, Kühe) erfolgen.
In Deutschland gelten laut Robert Koch-Institut (RKI) zahlreiche Landkreise vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz als FSME-Risikogebiete. Auch in Österreich, der Schweiz, Tschechien, dem Baltikum, Skandinavien und Teilen Asiens (Sibirisches FSME-Virus) ist das Virus verbreitet.
Die Erkrankung verläuft häufig in zwei Phasen:
Diese erste Phase dauert meist 2–7 Tage, gefolgt von einem symptomfreien Intervall von etwa 1–3 Wochen.
Bei etwa 10–30 % der infizierten Personen kommt es zu einer zweiten, schwereren Phase mit Beteiligung des zentralen Nervensystems:
Schwere Verläufe können zu dauerhaften neurologischen Schäden führen. Todesfälle sind selten, aber möglich.
Die Diagnose der FSME erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Anamnese (z. B. Zeckenstich in einem Risikogebiet) und Laboruntersuchungen:
Eine spezifische antivirale Therapie gegen das FSME-Virus existiert bislang nicht. Die Behandlung erfolgt symptomatisch:
Die wirksamste Schutzmaßnahme gegen FSME ist die Schutzimpfung. In Deutschland und Österreich zugelassene Impfstoffe (z. B. FSME-IMMUN oder Encepur) bieten nach vollständigem Grundimmunisierungsschema einen zuverlässigen Schutz. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Personen, die in Risikogebieten leben oder diese bereisen.
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