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Gallenflussförderung beschreibt Maßnahmen zur Anregung des Gallenflusses aus Leber und Gallenblase, um die Fettverdauung und Entgiftung zu unterstützen.
Gallenflussförderung beschreibt Maßnahmen zur Anregung des Gallenflusses aus Leber und Gallenblase, um die Fettverdauung und Entgiftung zu unterstützen.
Unter Gallenflussförderung versteht man alle Maßnahmen, Substanzen und Therapien, die dazu beitragen, die Produktion und den Abfluss von Galle aus der Leber und Gallenblase zu steigern. Galle ist eine vom Körper produzierte Flüssigkeit, die essenziell für die Fettverdauung und die Ausscheidung von Stoffwechselabfallprodukten ist. Eine gestörte Galleproduktion oder ein eingeschränkter Gallefluss kann zu Verdauungsbeschwerden, Blähungen und einer verminderten Aufnahme fettlöslicher Vitamine führen.
Die Galle wird in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert. Beim Verzehr von Nahrung, insbesondere fettreicher Speisen, wird die Gallenblase angeregt, Galle in den Zwölffingerdarm (Duodenum) abzugeben. Dort emulgiert die Galle Fette und ermöglicht deren Aufspaltung durch Verdauungsenzyme sowie die anschließende Aufnahme im Dünndarm.
Substanzen, die die Galleproduktion fördern, werden als Choleretika bezeichnet. Mittel, die den Galleabfluss aus der Gallenblase anregen, heißen Cholekinetika. Beide Gruppen werden unter dem Begriff gallefördernd zusammengefasst.
Die Förderung des Gallenflusses ist bei verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen relevant:
Zahlreiche pflanzliche Wirkstoffe sind für ihre galleförderden Eigenschaften bekannt und werden in der Phytotherapie sowie als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt:
Der Artischockenextrakt enthält Cynarin und Chlorogensäure, die die Galleproduktion in der Leber nachweislich steigern. Klinische Studien belegen eine Verbesserung von Verdauungsbeschwerden und eine Unterstützung der Leberfunktion.
Silymarin, der aktive Wirkstoff der Mariendistel, schützt Leberzellen und fördert gleichzeitig die Gallensekretion. Es wird häufig bei Lebererkrankungen und zur Unterstützung der Leberfunktion eingesetzt.
Löwenzahnwurzel und -blätter enthalten Bitterstoffe, die sowohl choleretisch als auch cholekinetisch wirken und damit Galleproduktion und -abfluss stimulieren.
Curcumin, der Hauptwirkstoff der Kurkumawurzel, fördert die Gallenausschüttung und besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, die die Funktion der Gallenblase und Leber unterstützen.
Schöllkraut enthält Alkaloide, die den Gallefluss steigern und krampflösend auf die Gallenwege wirken. Es wird traditionell bei Gallenkoliken und Gallendyskinesien eingesetzt, sollte jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.
Neben pflanzlichen Wirkstoffen können auch bestimmte Ernährungsgewohnheiten den Gallefluss positiv beeinflussen:
In der Medizin werden auch synthetische oder halbsynthetische Wirkstoffe zur Gallenflussförderung eingesetzt:
Die Auswahl geeigneter Mittel sollte immer in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen, insbesondere bei bestehenden Gallensteinen, da eine gesteigerte Gallenblasenmotilität Koliken auslösen kann.
Gallenflussförderung ist nicht für jeden geeignet. Folgende Situationen erfordern besondere Vorsicht oder schließen die Anwendung aus:
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