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Die Gallengangsrekonstruktion ist ein chirurgisches Verfahren zur Wiederherstellung der Gallenwege nach Verletzung, Verengung oder Erkrankung. Ziel ist die Wiederherstellung des normalen Gallenabflusses.
Die Gallengangsrekonstruktion ist ein chirurgisches Verfahren zur Wiederherstellung der Gallenwege nach Verletzung, Verengung oder Erkrankung. Ziel ist die Wiederherstellung des normalen Gallenabflusses.
Die Gallengangsrekonstruktion ist ein operativer Eingriff, bei dem beschädigte, verrengte oder unterbrochene Gallenwege wiederhergestellt werden. Die Gallenwege sind röhrenartige Strukturen, die die Galle von der Leber und der Gallenblase in den Dünndarm (Zwölffingerdarm) transportieren. Wenn diese Leitungen durch Verletzungen, Narbengewebe, Tumore oder andere Erkrankungen blockiert oder zerstört werden, ist eine chirurgische Rekonstruktion notwendig, um schwerwiegende Komplikationen wie Gelbsucht, Leberversagen oder Infektionen zu verhindern.
Eine Gallengangsrekonstruktion wird notwendig, wenn die Gallenwege aus verschiedenen Gründen beschädigt oder blockiert sind. Häufige Indikationen umfassen:
Vor einer Gallengangsrekonstruktion werden verschiedene diagnostische Untersuchungen durchgeführt, um die genaue Lage und das Ausmaß der Schädigung zu bestimmen:
Je nach Ursache, Lokalisation und Ausmaß der Gallenwegschädigung kommen verschiedene rekonstruktive Techniken zum Einsatz:
Dies ist das am häufigsten angewandte Verfahren bei der Gallengangsrekonstruktion. Dabei wird der Gallengang (Hepatikusgang) direkt mit einer ausgeschalteten Dünndarmschlinge (Roux-Y-Schlinge) verbunden. Diese Verbindung (Anastomose) ermöglicht den freien Abfluss der Galle in den Dünndarm und umgeht dabei den beschädigten Abschnitt.
Bei diesem Verfahren wird der Gallengang direkt mit dem Zwölffingerdarm (Duodenum) verbunden. Es ist ein einfacheres Verfahren, das jedoch eine ausreichende Länge des erhaltenen Gallengangs voraussetzt.
Bei frischen, sauberen Verletzungen kann der Gallengang direkt Ende-zu-Ende wieder verbunden werden. Dieses Verfahren ist jedoch nur in ausgewählten Fällen möglich und birgt ein höheres Risiko für erneute Verengungen.
Nach einer Lebertransplantation erfolgt die Gallengangsverbindung entweder als Duct-to-Duct-Anastomose (Gallengang des Spenders mit dem Gallengang des Empfängers) oder als Hepatiko-Jejunostomie.
Nach einer Gallengangsrekonstruktion ist eine engmaschige Nachsorge erforderlich. Mögliche Komplikationen umfassen:
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen mit Blutbild, Leberwerten und bildgebenden Verfahren sind nach dem Eingriff unerlässlich. Bei Anzeichen von Gelbsucht, Fieber oder Bauchschmerzen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Die Prognose nach einer Gallengangsrekonstruktion hängt von der zugrunde liegenden Ursache, dem Ausmaß der Schädigung und der angewandten Technik ab. Bei fachgerecht durchgeführter Hepatiko-Jejunostomie durch erfahrene Chirurgen liegt die Langzeiterfolgsrate bei über 85 Prozent. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Gallenwegsverletzungen verbessert das Ergebnis erheblich.
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