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Die Gallensäuremengenbestimmung ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem die Konzentration der Gallensäuren im Blut gemessen wird. Sie dient der Beurteilung der Leberfunktion und der Erkennung von Gallenwegerkrankungen.
Die Gallensäuremengenbestimmung ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem die Konzentration der Gallensäuren im Blut gemessen wird. Sie dient der Beurteilung der Leberfunktion und der Erkennung von Gallenwegerkrankungen.
Die Gallensäuremengenbestimmung ist ein labormedizinisches Diagnoseverfahren, bei dem die Menge der Gallensäuren im Blutserum oder -plasma gemessen wird. Gallensäuren sind körpereigene Substanzen, die in der Leber aus Cholesterin gebildet und in die Galle abgegeben werden. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Verdauung von Fetten im Dünndarm. Nach ihrer Funktion werden Gallensäuren im Darm größtenteils wieder resorbiert und zur Leber zurücktransportiert – ein Kreislauf, der als enterohepatischer Kreislauf bezeichnet wird. Eine erhöhte Gallensäurekonzentration im Blut kann auf eine gestörte Leberfunktion oder einen beeinträchtigten Gallenfluss hinweisen.
Für die Gallensäuremengenbestimmung wird dem Patienten eine Blutprobe entnommen. Die Messung erfolgt in der Regel aus dem Nüchternblut (vor dem Frühstück) sowie gegebenenfalls aus einer weiteren Probe etwa zwei Stunden nach einer Mahlzeit (postprandiale Messung). Durch den Vergleich beider Werte kann die Kapazität der Leber beurteilt werden, die aus dem Darm zurückkommenden Gallensäuren aufzunehmen und zu verarbeiten. Die Analyse erfolgt im Labor mittels enzymatischer oder chromatographischer Methoden.
Bei der Untersuchung werden die Gesamtgallensäuren im Serum bestimmt. Zu den wichtigsten Gallensäuren gehören:
Diese können als freie oder konjugierte (an Glycin oder Taurin gebundene) Formen vorliegen. In spezialisierten Labors ist auch eine Differenzierung der einzelnen Gallensäurearten möglich.
Die Bestimmung der Gallensäuremengen ist bei verschiedenen klinischen Fragestellungen indiziert:
Die Normalwerte können je nach Labor leicht variieren. Allgemein gelten folgende Richtwerte für Gesamtgallensäuren im Nüchternserum:
Erhöhte Gallensäurewerte im Blut deuten auf eine verminderte Aufnahmefähigkeit der Leber hin und können ein empfindlicher Marker für Leberfunktionsstörungen sein – mitunter sogar sensitiver als klassische Leberenzyme wie GOT oder GPT. Eine genaue Interpretation erfolgt stets im klinischen Gesamtkontext.
Die Gallensäuremengenbestimmung gilt als sensitiver Marker für die hepatozelluläre (leberzellbezogene) und cholestatische Funktion der Leber. Sie kann bereits früh auf Funktionsstörungen hinweisen, bevor andere Laborwerte pathologisch werden. Besonders bei der intrahepatischen Schwangerschaftscholestase ist sie ein essenzieller Diagnoseparameter, da erhöhte Gallensäurewerte mit einem erhöhten Risiko für den Fötus verbunden sind. Darüber hinaus spielt die Messung bei der Diagnostik von Erkrankungen mit gestörter Gallensäureresorption im Darm (z. B. Morbus Crohn mit Befall des terminalen Ileums) eine wichtige Rolle.
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