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Die Gedeihstörung beschreibt ein unzureichendes Körperwachstum und eine mangelhafte Gewichtszunahme bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie kann organische oder nicht-organische Ursachen haben und erfordert frühzeitige medizinische Abklärung.
Die Gedeihstörung beschreibt ein unzureichendes Körperwachstum und eine mangelhafte Gewichtszunahme bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie kann organische oder nicht-organische Ursachen haben und erfordert frühzeitige medizinische Abklärung.
Eine Gedeihstörung (englisch: Failure to Thrive) bezeichnet einen Zustand, bei dem Säuglinge, Kleinkinder oder ältere Kinder nicht ausreichend an Gewicht zunehmen oder in ihrer körperlichen Entwicklung hinter den altersgerechten Normen zurückbleiben. Die Diagnose basiert in der Regel auf standardisierten Wachstumskurven, bei denen das Gewicht des Kindes dauerhaft unterhalb der 3. Perzentile liegt oder ein deutlicher Abfall über zwei oder mehr Hauptperzentilen beobachtet wird.
Eine Gedeihstörung ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptomkomplex, der auf verschiedene zugrunde liegende Ursachen hinweisen kann. Sie tritt am häufigsten im ersten Lebensjahr auf, kann aber auch ältere Kinder betreffen.
Die Ursachen einer Gedeihstörung werden traditionell in zwei Hauptkategorien eingeteilt:
Neben dem offensichtlichen Merkmal des unzureichenden Gewichtswachstums können folgende Begleitsymptome auftreten:
Die Diagnose einer Gedeihstörung erfolgt durch den Kinderarzt im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen). Wesentliche diagnostische Schritte sind:
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und umfasst in der Regel einen multidisziplinären Ansatz:
Bei den meisten Kindern steht die Optimierung der Nahrungszufuhr im Vordergrund. Dies kann eine kalorienreiche Ernährung, spezielle Säuglingsnahrung, Ernährungsberatung für die Eltern oder in schweren Fällen eine Sondenernährung (nasogastrale Sonde oder PEG-Sonde) umfassen.
Sofern eine organische Ursache identifiziert wird, muss diese gezielt behandelt werden, z. B. glutenfreie Diät bei Zöliakie, Enzymsubstitution bei Mukoviszidose oder chirurgische Korrektur bei angeborenen Herzfehlern.
Bei nicht-organischen Ursachen sind soziale Unterstützung, Elterntraining, Beratungsangebote und in manchen Fällen auch psychotherapeutische Begleitung wesentliche Bausteine der Behandlung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kinderärzt:innen, Sozialpädagog:innen, Psycholog:innen und Ernährungsberater:innen ist empfehlenswert.
Regelmäßige Gewichtskontrollen und Entwicklungsbeurteilungen sind essenziell, um den Therapieerfolg zu überwachen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen.
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